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Wasser in den Beinen

Spätestens, wenn der Ehering nicht mehr passt oder die Schuhe plötzlich drücken, wird es jeder Schwangeren bewusst: Sie hat Wassereinlagerungen in den Gelenken.
Normalerweise ist dies eine negative Begleiterscheinung des letzten Schwangerschaftsdrittels, wenn der Bauch schon ordentlich kugelrund ist.

Wassereinlagerungen entstehen durch Schwangerschaftshormone, die dafür sorgen, dass sich die Blutgefäße weiten und an Elastizität verlieren. Die zirkulierende Blutmenge steigt erheblich an und das Blut kann nicht mehr so gut transportiert werden. Die Gefäße werden durchlässiger, wodurch das Blut einfacher im Gewebe versacken kann und somit Flüssigkeit leichter durchdringt. Dadurch kann sich Flüssigkeit im Gewebe ansammeln und es kommt zu den berühmten Wassereinlagerungen.

Wassereinlagerungen meist in Beinen, Füßen und Händen

Betroffen sind in erster Linie die Beine, Füße und die Hände, aber bei manchen Frauen treten Wassereinlagerungen sogar im Gesicht auf. An sich sind diese Wassereinlagerungen unbedenklich und verschwinden im Laufe der Zeit nach der Entbindung von alleine.

Vorsicht bei zusätzlichen Kopfschmerzen!

Kommen noch andere Symptome, wie beispielsweise heftige Kopfschmerzen hinzu, sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden, um dies abzuklären. Es könnte sich hierbei nämlich um eine Präeklamspie, Gestose bzw. Schwangerschaftsvergiftung handeln. Darunter versteht man schwangerschaftsbedingten Bluthochdruck, der im schlimmsten Fall lebensgefährlich für Mutter und Kind sein kann. Um sicherzustellen, dass alles in Ordnung ist, sollte man auf jeden Fall regelmäßig zu den Vorsorgeterminen beim Frauenarzt gehen, denn wird bei der Urinprobe vermehrt ausgeschiedenes Eiweiß festgestellt, ist dies auch ein klares Indiz für eine Präeklamspie.

Füße hochlegen, Fußbäder und Stützstrümpfe

Leidet man bereits unter Wassereinlagerungen, so sollte man sich ausreichend Ruhe gönnen und die Füße hochlegen. Gut ist ja, dass diese Wassereinlagerungen meist dann erst auftreten, wenn die werdende Mutter bereits im Mutterschutz ist und dementsprechend auch die Möglichkeit hat, regelmäßige Ruhepausen einzulegen.

Hilfreich sind auch Fußbäder mit Salz und etwas Venengymnastik, bei der man die Füße kreisen lässt und, die Zehen ausstreckt und wieder einzieht. Dies regt den Kreislauf an.
Sind die Schwellungen besonders stark, kann der Arzt auch Stützstrümpfe verschreiben.

Vorbeugung gegen Wassereinlagerungen

Vorbeugend kann man Wassereinlagerungen mit Wechselduschen, Schwimmen, Spaziergängen an der frischen Luft und Massagen mit einer Massagebürste oder einem Massagehandschuh entgegenwirken.
Zudem sollte man täglich mindestens zwei Liter trinken. Hierbei hat man die Wahl zwischen Wasser, ungesüßten Tees und Fruchtschorlen.

Bei der Ernährung sollte man auf einen ausgewogenen Speiseplan achten. Vitaminreiche Kost und Lebensmittel, wie Kartoffeln, Gurken, Ananas, Sellerie, Liebstöckel und Spargel, sind empfehlenswert.
Besteht tatsächlich der Verdacht auf eine Präeklamspie, so sollte man auf eiweißreiche Lebensmittel achten, da man ja vermehrt Eiweiß mit dem Urin ausscheidet und es so dem Körper fehlt. Gesundes Eiweiß findet man vor allem in Bohnen, Nüssen, Kichererbsen, Brokkoli, Linsen, Kartoffeln, Tofu und Tempeh. Fleisch sollten Sie grundsätzlich nicht essen, Näheres dazu unter http://www.schwangerschaft.net/geburt-und-baby/was-sollten-schwangere-nicht-essen-172.html

Verwenden Sie Meersalz

Früher wurde empfohlen bei Wassereinlagerungen Reistage einzulegen und komplett auf Salz bei der Ernährung zu verzichten, um dem Körper das Wasser zu entziehen. Dies hat sich aber nicht wissenschaftlich oder medizinisch bestätigt. Im Gegenteil, Salz ist besonders wichtig für den Körper und es wird nur empfohlen, statt des handelsüblichen Kochsalzes alternativ Meersalz zu verwenden.
Auf Reis- oder Kartoffeltage gilt es aber absolut zu verzichten – so was ist her schädlich als förderlich!

Bildnachweis: © Brigitte Bohnhorst – Fotolia.com


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