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Neunte Schwangerschaftswoche (9. SSW)

Mit der 9. Schwangerschaftswoche beginnt der dritte Schwangerschaftsmonat und der Embryo wird nun als Fötus bezeichnet. Der Fötus miss nun um die zwei Zentimeter und ähnelt immer mehr einem kleinen Menschen.

Sollte in dieser Woche die erste der drei großen Vorsorgeuntersuchungen anstehen, so wird der Frauenarzt schauen, ob die Organe alle vollständig entwickelt sind. Dies ist regulär der Fall und die Anlagen für Arme, Beine und Augen sind gut erkennbar. Nun beginnt auch die Wirbelsäule sich zu entwickeln und der Kopf des Fötus ist im Verhältnis zum Rest des Körpers überdimensional groß. Auch wenn das Baby dadurch mehr an einen niedlichen Außerirdischen erinnert, so ist es doch genau richtig entwickelt und wird sich mit der Zeit proportional verwachsen.

Kind wird vermessen

Bei der großen Vorsorgeuntersuchung wird dann das Kind vermessen und sein Entwicklungsstand überprüft. Da die Haut des Fötus noch durchsichtig ist, sind alle Organe gut sichtbar. Die Ultraschalluntersuchung ist natürlich für die werdenden Eltern am spannendsten. Endlich können sie ihr Kind sehen und schauen, wie es sich entwickelt hat in den letzten Wochen.

Der Frauenarzt wird auch über eventuelle Zusatzuntersuchungen aufklären, die man machen lassen kann, um eventuelle Behinderungen auszuschließen. Im Falle einer Behinderung hat die Schwangere das Recht über die 12. Schwangerschaftswoche hinaus einen Abbruch vornehmen zu lassen. Ratsam sind solche Untersuchungen vor allem bei erblich vorbelasteten Elternpaaren und bei erstgebärenden Müttern, die bereits Mitte/Ende dreißig sind, weil sie als „Spätgebärende“ gelten und das Risiko einer Behinderung deutlich höher ist.

Die alten Klamotten passen nicht mehr so richtig

Nun wünscht sich fast jede schwangere Frau, dass man nun bald auch etwas sehen möge. Ein kleines Bäuchlein soll nun auch jedem Außenstehenden mitteilen, dass man bald Mama wird. Bei Erstgebärenden wird dies allerdings noch einige Wochen dauern.

Erwartet man aber sein zweites Kind, so lässt der Bauch nicht lange auf sich warten, weil von der ersten Schwangerschaft bereits alles viel gedehnter ist und das Gewebe leichter nachgibt. Manche Frauen steigen nun auch schon auf etwas locker sitzende Hosen oder sogar richtige Umstandsmode um. Denn selbst, wenn man noch nichts wirklich sieht, so merkt die werdende Mutter schon recht schnell, dass die alten Klamotten nicht mehr so richtig passen wollen.

Haarausfall durch Hormonumstellung

Zu dem bereits bekannten und mehrfach erwähnten Schwangerschaftsbeschwerden, wie Übelkeit, Müdigkeit, spannende Brüste und vermehrter Harndrang, kann es bei einigen Frauen auch zu Haarausfall kommen. Doch hier muss niemand panisch werden, denn normalerweise hört das nach wenigen Wochen wieder auf und ist ebenfalls auf die Hormonumstellung im Körper zurückzuführen.

Eventuell hat man auch das Glück zu den Schwangeren zu gehören, bei denen nun langsam diese extreme Müdigkeit und Erschöpfungszustände immer mehr nachlassen. Sie gewinnen wieder mehr Energie und strahlen dies auch aus.

Heißhunger auf sonderbare Speisen

Es kann nun auch sein, dass die werdende Mutter feststellt, dass sie plötzlich ihre einstige Lieblingsspeise nicht einmal mehr riechen kann und stattdessen unerklärlichen Heißhunger auf manchmal sehr sonderbare Speisen wie zumBeispiel Saure Gurken mit Schokolade bekommt. Das ist also nicht nur ein althergebrachtes Klischee, sondern schon Realität.

Im Grunde ist es für jede Frau doch auch mal schön, einige Monate nicht ständig darauf achten zu müssen, dass man nicht zunimmt. Endlich kann man sich von Gelüsten leiten lassen und genießen.
Als schwangere Frau sollte man natürlich nicht wahllos in sich hineinstopfen. Aber es ist doch auch mal sehr entspannend, wenn man ohne schlechtes Gewissen etwas mehr sündigen darf, als sonst. Wenn nicht jetzt, wann dann?!

Bildnachweis: © Sandra Feldhaus – Fotolia.com


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