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Die richtige Hebamme finden

Für die meisten Schwangeren stellt sich irgendwann die Frage, wie sie eine Hebamme für sich finden und welche Kriterien diese erfüllen sollte. Die notwendigen Kriterien einer Hebamme richten sich nach den Ansprüchen und Vorstellungen der werdenden Mutter.

Eine Hebamme für bis zu vier Frauen

Möchte sie beispielsweise ganz regulär in einem Krankenhaus entbinden und ist es ihr egal, welche Hebamme sie während der Geburt betreut, so braucht sie sich für die Entbindung selbst keine Hebamme zu suchen.

Wenn die Schwangere an den Infoabenden in den verschiedenen Kliniken teilnimmt, hat sie Gelegenheit schon ein paar dort tätige Hebammen kennenzulernen. Welche Hebamme dann allerdings am Tag der Entbindung Dienst hat, bleibt ungewiss. Genauso sollte man sich vor Augen halten, dass die Geburt insgesamt meist über mehrere Stunden dauert und daher bei einem Schichtwechsel auch die betreuende Hebamme wechselt. Des weiteren sind Hebammen auf einer Geburtsstation normalerweise für bis zu vier Frauen gleichzeitig zuständig, sodass natürlich eine total individuelle Betreuung der Einzelnen fast unmöglich wird. Leider passiert es auch immer wieder schwangeren Frauen, dass sie mit Wehen in die Klinik kommen und dann ausgerechnet eine Hebamme zugewiesen bekommen, die ihnen leider vollkommen unsympathisch ist.

Größere Bindung bei einer Beleghebamme

Legt man also eher Wert auf eine Hebamme, die man bereits im Vorfeld kennenlernt, und, die die Schwangerschaft bereits eine Weile begleitet, so sollte man sich zeitig genug um eine sogenannte Beleghebamme kümmern. Schön an einer Beleghebamme ist einfach die Bindung, die man schon vor der Geburt zu ihr aufbauen konnte. Mit ihr kann man in Ruhe besprechen, wie man sich die Geburt vorstellt und sie kann viele Tipps und Infos zu den Abläufen im Krankenhaus geben. Zudem begleitet sie die Geburt, bis das Kind auf der Welt ist. Eine entsprechende Liste mit Beleghebammen kann man bei der Klinik seiner Wahl für die Entbindung erfragen.

Freiberufliche Hebamme

Es gibt auch freiberufliche Hebammen, die in keinem Geburtshaus oder einer Klinik angestellt sind. Bei ihnen kann man die Vorsorge, Geburtsvorbereitungskurse oder auch die Wochenbettbetreuung machen. Freiberufliche Hebammen werden in vielen Kliniken oder Geburtshäusern allerdings zur Geburtsbegleitung nicht zugelassen.

Möchte man eine freiberufliche Hebamme auswählen, so sollte man dies im Vorfeld mit dem Kranken- oder Geburtshaus abklären, ob es auch möglich ist. Plant man beispielsweise eine Hausgeburt, so ist es wichtig bei der Hebammensuche auch darauf zu achten, wie viele Hausgeburten die Hebamme durchschnittlich im Jahr betreut. Für eine Hausgeburt ist eine erfahrene und routinierte Hebamme schon von Vorteil.

Nachsorge durch Hebamme

Auch wenn man vor der Geburt die Dienste einer Hebamme noch nicht in Anspruch genommen hat, so ist dies aber für die Nachsorge durchaus ratsam. Die Nachsorge durch eine Hebamme wird ebenfalls wie alle anderen Hebammenleistungen von der Krankenkasse übernommen. Nachsorge bedeutet, dass die Hebamme Mutter und Kind auch noch Zuhause über einen gewissen Zeitraum betreut und mit vielen Ratschlägen der frischgebackenen Mutter zur Seite steht. Sie kümmert sich auch um die Gesundheit der beiden und hilft bei Stillproblemen und Ähnlichem. Für die Nachsorge kann man jede Beleghebamme oder freiberufliche Hebamme auswählen.

Eine Hebamme „ausleihen“

Kontakt zu den verschiedenen Hebammen bekommt man über eine Hebammenpraxis, wo sich mehrere Hebammen zusammengeschlossen haben oder manchmal „leihen“ auch Geburtshäuser ihre Hebammen für außerhäusliche Entbindungen aus. Des Weiteren besteht natürlich die Möglichkeit, dass man bereits beim Geburtsvorbereitungskurs eine kompetente und symphytische Hebamme kennengelernt hat und diese auch gerne bei der Entbindung dabei hätte. Es gibt also viele Optionen eine passende Hebamme für sich und seine Bedürfnisse zu finden. Wichtig ist eben grundsätzlich nur, dass man sich zeitig genug darum kümmert und man sollte wirklich darauf schauen, dass man gut mit der Hebamme harmoniert, denn dann wird auch die Geburt sicherlich absolut positiv verlaufen.

Bildnachweis: © Pelz – Fotolia.com


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