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24. Schwangerschaftswoche (SSW)

Mit der 24. Schwangerschaftswoche endet der 6. Schwangerschaftsmonat und somit das zweite Trimester der Schwangerschaft. Das Baby ist mittlerweile um die 31 cm lang und wiegt etwa 700 Gramm.
Seine Umwelt nimmt es im Bauch der Mutter nun erstaunlich gut wahr und reagiert auch auf die Stimme der Eltern. Es orientiert sich sogar im Bauch der Mutter und weiß, wo oben und unten ist. Dies resultiert daraus, dass sein Gleichgewichtssinn im Innenohr nun gut entwickelt ist. Das ungeborene Kind reagiert nicht nur auf die bekannten Stimmen von Mutter und Vater, sondern auch auf andere Geräusche der Außenwelt und natürlich auch auf Berührungen des Bauches. Legt man beispielsweise eine Hand auf den Bauch, so kann es gut sein, dass das Baby mit einem kleinen Boxhieb reagiert. Es wird von der Wärme, die die Hand durch das Auflegen auf dem Bauch erzeugt, magisch angezogen. Auch stellen manche Frauen schon schnell fest, ob ihr Baby eher auf Mozart oder Heavy Metall steht. Die kleinen Bauchbewohner entwickeln schon jetzt gewisse Abneigungen und zeigen diese durch komplexe Bewegungsmuster ihrer Außenwelt.

Das Baby öffnet die Augen

Nun beginnt der Fötus, auch seine Augenlider zu öffnen. Bis zur 22. Schwangerschaftswoche waren diese nämlich fest verschlossen. Erkennen kann das Kind natürlich noch nichts, aber mit der Zeit wird es Kontraste von Hell und Dunkel wahrnehmen können.

Es ist übrigens auch wissenschaftlich erwiesen, das Babys bereits vor der Geburt träumen. Messgeräte, die die Hirntätigkeit feststellen können, haben in der 24. Schwangerschaftswoche eine starke Hirntätigkeit festgestellt.

Sogar REM-Phasen (Rapid Eye Movement) wurden beobachtet, die mit ihrer schnellen Augenbewegung ein eindeutiges Indiz für die Traumphase sind.

Der Bauch juckt…

Bei vielen Frauen fängt nun der Bauch an, zu jucken. Dies hängt einfach mit der fortwährenden Dehnung der Haut und somit de Gewebes zusammen. Manche Frauen haben auch das Gefühl die Haut würde geradezu reißen.

Gegen diese Ziehen, Spannen und Jucken hilft vor allem regelmäßiges Eincremen oder Einölen.
Für das Baby wird es nun im Bauch auch immer enger, denn der obere Rand der Gebärmutter reicht nun etwa bis zum Bauchnabel. Die Zeiten, wo das Baby ausgiebig Purzelbäume schlagen und Turnübungen machen konnte, sind allmählich vorbei.

Kleinere Beschwerden wie Zahnfleischbluten oder verstopfte Nase

Die meisten Frauen fühlen sich zu dieser Zeit noch rundum wohl. Einige kleinere Beschwerden können lästig erscheinen, sind aber in der Regel harmlos. Das Zahnfleisch ist bei vielen Schwangeren nun deutlich empfindlicher und es kommt zu Zahnfleischbluten. Mundspülungen auf Salbei-Kamillen-Basis können helfen.

Ein Zahnarztbesuch ist während der Schwangerschaft übrigens ein Muss, denn durch die Schwangerschaft ist der Speichel säurehaltiger und kann die Zähne leichter schädigen.
Häufig leider schwangere Frauen auch unter einer verstopften Nase, weil die Schleimhäute besser durchblutet sind und dadurch etwas anschwellen. Eventuell führt dies auch zu nächtlichem Schnarchen.
Aber auch Nasenbluten kann eventuell auftreten. Dies ist zwar lästig, aber normalerweise unbedenklich und alle Beschwerden hören nach der Geburt wieder auf.

Rhesus-Unverträglichkeitstest & Test auf Schwangerschaftsdiabetes

Der Gynäkologe wird der Schwangeren nun raten, ergänzende Tests durchführen zu lassen. Dabei handelt es sich um einen Rhesus-Unverträglichkeitstest und um einen Test auf Schwangerschaftsdiabetes.

Bei einer Rhesus-Unverträglichkeit kann es sein, dass das Abwehrsystem der Mutter negativ auf das Blut des Kindes reagieren kann und dadurch rote Blutkörperchen zerstört werden. Der Test soll dem vorbeugen.

Wird bei der Frau eine Schwangerschaftsdiabetes festgestellt, so reicht häufig eine Ernährungsumstellung aus, um den Zuckerwert zu regulieren. Nur im schlimmsten Fall muss Insulin verabreicht werden.

Meistens liegt der Verdacht auf Schwangerschaftsdiabetes bei Frauen vor, die plötzlich in der Schwangerschaft stark an Gewicht zugenommen haben. Allerdings ist dies nicht immer ein Grund dafür.

Bildnachweis: © Kzenon – Fotolia.com


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