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Zehnte Schwangerschaftswoche (10. SSW)

In der zehnten Schwangerschaftswoche misst der Fötus etwa drei cm. Dies ist nur ein Richtwert und kann von Baby zu Baby variieren, ohne dass dies ein Grund der Beunruhigung darstellt. Ihr Baby wirkt jetzt eindeutig „menschlich“, die Geschmacksnerven beginnen sich zu entwickeln und im Kiefer sind die ersten Anlagen der Milchzähne zu erkennen.

Das erste Viertel ist geschafft und die ersten spürbaren Anzeichen sowie Veränderungen treten nun vermehrt auf.

Körperliche Veränderungen

Ein Babybauch ist in der zehnten Schwangerschaftswoche noch nicht zu sehen, dennoch stellen einige Frauen fest, dass manches Kleidungsstück zu eng geworden ist. Zum einen beginnt das Becken sich weiter zu stellen, damit das Baby ausreichend Platz zur Verfügung hat. Zum anderen haben sich die Brüste der werdenden Mutter bereits verändert, sie sind praller geworden.

Des Weiteren stellen sich bei einigen Schwangeren Verstopfung sowie Blähungen ein, da die Darmtätigkeit durch das Gelbkörperhormon beeinflusst wird und dadurch langsamer arbeitet. Ausreichend Flüssigkeit und das Achten auf eine ballaststoffreiche Ernährung sowie regelmäßige Bewegung wirken sich positiv auf die „Darmträgheit“ aus.

Durch die erhöhte Blutmenge im Körper der Mutter weiten sich die Gefäße und oftmals kommt es deshalb bei Schwangeren auch zu Zahnfleischbluten.

Schwangerschaftsvorsorge

Neben einem Ultraschall wird auch der Hämoglobinwert im Blut der werdenden Mutter untersucht. Ebenso müssen Sie Urin abgeben, damit untersucht werden kann, ob sich Eiweiß, Zucker oder Bakterien nachweisen lassen.

Außerdem überprüft der Arzt Ihren Blutdruck sowie das Gewicht. Die Lage der Gebärmutter, die Lage des Babys sowie dessen Bewegungen und Herzaktivität werden ebenfalls überprüft. Das Baby ist in der zehnten Woche schon sehr bewegungsfreudig, was für Sie allerdings noch nicht spürbar ist.

Von der zehnten bis zur zwölften Woche können Sie neben der herkömmlichen Schwangerschaftsuntersuchung auch eine pränatale (vorgeburtliche) Diagnostik durchführen lassen. Der Arzt nimmt mittels Biopsie eine Probe des Chorionzottengewebes, welches kindliche Zellen enthält. Dadurch können Erbkrankheiten und eine ganze Reihe von Chromosomenveränderungen erkannt werden.

Die Entnahme dieser Zellen wird durch die Bauchdecke oder durch den Muttermund durchgeführt und per Ultraschall überwacht. Lassen Sie sich im Vorfeld über eventuelle Risiken dieser Untersuchung von Ihrem Frauenarzt aufklären.

Blutungen in der Frühschwangerschaft

Blutungen müssen in der Schwangerschaft nicht immer ein Warnsignal sein. Manchmal sind sie als völlig bedenkenlos einzustufen, wenn ihr Ursprung beispielsweise auf ein gerissenes Gefäß zurückzuführen ist.
Dennoch sollten Sie bei einer auftretenden Blutung immer einen Arzt konsultieren, auch am Wochenende oder wenn die Blutung in der Nacht beginnt. Gerade in der ersten Zeit der Schwangerschaft kann es zu Fehlgeburten kommen, die sich durch Blutungen bemerkbar machen.

Wird bei drohender Fehlgeburt, auch Abortus imminens genannt, sofort eine Therapie eingeleitet, stehen die Chancen sehr gut das Kind nicht zu verlieren. Daher muss bei Blutungen in der Frühschwangerschaft zeitnah eine ärztliche Untersuchung erfolgen.

Sport in der Schwangerschaft

Es spricht nichts dagegen, auch während einer Schwangerschaft Sport zu treiben. Allerdings sollten Sie genau auf die Signale, die Ihnen Ihr Körper gibt, reagieren. Sie spüren ganz von alleine was Ihnen wirklich gut tut und was Sie lieber lassen sollten. Ganz wichtig ist es, nie bis an Ihre eigenen Grenzen zu gehen und außer Atem zu geraten. Bewegung tut Ihnen und Ihrem Baby gut, aber alles mit Maß und Ziel.

Wenn Ihre Schwangerschaft ohne Probleme verläuft und Sie gesund sind, steht einer angemessenen sportlichen Betätigung nichts im Wege. Schwimmen ist eine Sportart, die sich meist sehr positiv auf die Schwangerschaft auswirkt. Ebenso eignen sich Rad fahren, kleinere Wanderungen und Yoga als ausgezeichnete Sportarten in der Schwangerschaft. Besonders erschütterungsreiche Sportarten hingegen sollten in der Schwangerschaft besser vermieden werden.

Wenn Sie nicht sicher sind, lassen Sie sich von Ihrem Frauenarzt beraten. Aber in der Regel wirkt sich Bewegung immer positiv auf die Schwangerschaft aus. Wenn die Aktivitäten auf die momentanen „anderen Umstände“ angepasst werden, sind Sie auf der sicheren Seite.

Bildnachweis: © ngaga35 – Fotolia.com


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