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Zehn Anzeichen einer bevorstehenden Geburt

Steht der Geburtstermin unmittelbar bevor, sind gerade Schwangere, die ihr erstes Kind erwarten, unsicher, welche Anzeichen auf eine Geburt hinweisen. Es gibt verschiedene körperliche Anzeichen, die die bevorstehende Geburt signalisieren. Jedoch variieren diese Zeichen von Frau zu Frau und können unterschiedliche Ausprägungen zeigen.

Was tatsächlich dafür verantwortlich ist, dass eine Geburt ausgelöst wird, ist bis heute nur unzureichend erklärbar. Man geht jedoch davon aus, dass gewisse hormonelle Prozesse eine Geburt in Gang bringen. Ist die Schwangerschaft ohne Probleme verlaufen, beginnt eine Geburt wenn das Baby seine Entwicklung abgeschlossen hat.

Der errechnete Geburtstermin

Man weiß heute, dass die wenigsten Babys genau zum errechneten Geburtstermin auf die Welt kommen. Nur vier Prozent werden direkt an diesem Tag geboren. Hingegen erblicken zwei Drittel aller Kinder, zehn Tage vor oder nach dem errechneten Geburtstermin das Licht der Welt. Daher ist es wichtig, auf die Anzeichen zu achten, welche auf eine nahende Geburt hinweisen.

Wenn sich der Bauch absenkt …

Schon einige Wochen vor der Geburt beginnt sich der Bauch zu senken, das heißt, der Kopf des Babys schiebt sich in das Becken der Frau. Dies wird bemerkbar durch die sogenannten Vorwehen, wenn der Bauch der schwangeren Frau in unregelmäßigen Abständen hart wird. Diese Kontraktionen werden manchmal von leichtem Ziehen im Rücken und Bauch begleitet. Hat sich das Baby tatsächlich nach unten bewegt, wird das auch am Babybauch sichtbar. Schwangere Frauen können wieder besser atmen, müssen aber öfters als zuvor zur Toilette, da das Kind nun verstärkt Druck auf die Blase der werdenden Mutter ausübt.

Wann genau der Bauch sich absenkt, ist von Frau zu Frau verschieden und kann vom Frauenarzt durch eine vaginale Untersuchung festgestellt werden.

Abgang des Schleimpfropfs

Bevor sich die ersten richtigen Wehen zeigen, die eine Geburt einleiten, löst sich bei der werdenden Mutter zunächst der Schleimpfropf, der sich zu Beginn der Schwangerschaft gebildet hat. Er hat die Aufgabe, die Gebärmutter vor aufsteigenden Keimen zu schützen.
Hat sich der Schleimpfropf gelöst, kann das ein Zeichen für die nahende Geburt sein. Nicht bei allen Frauen löst sich der Schleimpfropf erst kurz vor der Geburt, bei manchen werdenden Müttern geschieht dies bis zu 14 Tage davor. Hat sich der Schleimpfropf schon frühzeitig gelöst, ist es empfehlenswert, Orte an denen vermehrt Bakterien zu finden sind, zu meiden. Das bezieht sich beispielsweise auf das Schwimmbad.

Wenn die Fruchtblase platzt …

… nennt man das Blasensprung. Die Fruchtblase umhüllt das Baby im Mutterleib und schützt es so vor Stößen von außen. Das Platzen der Fruchtblase ist völlig schmerzlos und kann vor dem Weheneintritt oder erst danach erfolgen. Erfolgt der Blasensprung, bevor die Wehen beginnen, spricht man von vorzeitigem Blasensprung. Das ist bei 20 Prozent aller werdenden Mütter der Fall. In manchen Fällen findet kein Blasensprung statt, sodass die Fruchtblase von der Hebamme oder dem Arzt geöffnet werden muss.

Nach dem die Fruchtblase geplatzt ist, läuft eine klare Flüssigkeit aus der Scheide, die sich in manchen Fällen leicht grünlich zeigt. Die grüne Farbe ist auf den Abgang von Kindspech zurückzuführen. Nach einem Blasensprung dauert es noch etwa 12 bis 18 Stunden, bis die Wehen einsetzen. Dennoch sollten sich schwangere Frauen mit frühzeitigem Blasensprung auf den Weg in die Geburtsklinik machen, da das Ungeborene nun speziell überwacht werden muss.

Wenn die Kindsbewegungen nachlassen und sich der Gebärmutterhalskanal weitet …

… können das auch Anzeichen für bald einsetzende Wehen sein. Hat sich der Gebärmutterhalskanal geweitet, folgt oft danach der Blasensprung und die Geburt kann beginnen.

Die echten Wehen

Echte Wehen sind von den wilden Wehen abzugrenzen, welche bereits im letzten Schwangerschaftsdrittel auftreten. Die wilden Wehen auch Übungswehen genannt, dienen zum Training der Gebärmutter. Senkwehen hingegen helfen dem Baby, ein paar Wochen vor der Geburt, ins Becken der Mutter zu gelangen.

Die echten Wehen auch Geburtswehen genannt, zeigen sich meist am Anfang als leichtere krampfartige Schmerzen in der Bauch- oder Rückenregion. In manchen Fällen können sie auch in die Oberschenkel ausstrahlen. Beginnen die echten Wehen in der Nacht ist es unmöglich wieder einzuschlafen. Sie sind auch daran zu erkennen, dass ein entspannendes Bad die Kontraktionen nicht mindert, vielmehr verstärkt. Anfangs können sich die Geburtswehen in großen Abständen zeigen, und daher mit den Übungswehen verwechselt werden. Sie nehmen mit der Zeit jedoch an Intensität zu und eine gewisse Regelmäßigkeit, grenzt sie deutlich von den wilden Wehen ab. Die Schmerzen werden stärker und die Wehenpausen kürzer. Wehen, die zwischen 20 und 60 Sekunden andauern, und regelmäßig wiederkommen, das heißt alle fünf bis sieben Minuten, sind als Geburtswehen zu deuten. Nun geht es bald „richtig“ los und die Geburt steht kurz bevor.

Während der Geburt unterscheidet man zwischen Eröffnungswehen, Presswehen, Nachgeburtswehen und Nachwehen.

Neben diesen sicheren Anzeichen einer bevorstehenden Geburt gibt es weitere mehr oder weniger zuverlässige Anzeichen.

Rückenschmerzen

Haben die Wehen eingesetzt, verspüren viele Frauen ungewohnt starke Rückenschmerzen. Wehen können bis in den Rücken ausstrahlen und sich genauso heftig zeigen, wie Krämpfe in der Bauchregion. Ein Ziehen im Rücken steht meist mit dem Einsetzen der Wehen in Verbindung.

Durchfall

Durchfall entsteht zum einen durch die Kontraktionen der Gebärmutter und zum anderen durch die Prostaglandine, welche von der Gebärmutterwand freigesetzt werden. Beides ist für sehr weichen Stuhlgang oder gar Durchfall verantwortlich.

Das Übel mit der Übelkeit

Die Übelkeit, die manche werdende Mutter am Anfang der Schwangerschaft belastete, kann während der Wehen zurückkehren. Manchmal führt diese Übelkeit auch zum Erbrechen.

Schlaflosigkeit durch die hormonelle Veränderung

Nach Wehenbeginn finden bestimmte hormonelle Veränderungen im Körper der Frau statt, die für Schlaflosigkeit sowie Erschöpfung verantwortlich sind.

Muskelzittern

Nicht selten beobachtet man, kurz bevor die Geburtswehen beginnen, eine Art Muskelzittern, das zum Abbau von Spannungen dient. Das Zittern kann bis zu mehreren Minuten andauern und lässt sich durch eine entspannende Massage sowie einem warmen Bad sehr gut beheben.

Wenn die Unruhe kommt

Viele Schwangere spüren die nahende Geburt, obwohl sie diese nicht einordnen können. Eine gewisse Unruhe macht sich breit und manche werdende Mutter beginnt plötzlich kurz vor der Geburt mit einem Großputz des Hauses. Das ist auf den sogenannten „Nestbau-Instinkt“ zurückzuführen.

Welche sicheren oder weniger sicheren Anzeichen vor einer Geburt auftreten, ist von Frau zu Frau verschieden. Während bei der einen werdenden Mutter der Hausputz kurz vor der Geburt ansteht, zeigen bei der anderen schwangeren Frau Rückenschmerzen die bevorstehende Geburt an.

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