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Oligohydramnion – ungenügende Produktion von Fruchtwasser

Eine Schwangerschaft ist eine aufregende Sache und viele Frauen sind zunächst mit dieser Situation ein wenig überfordert, weil eine Vielzahl an Informationen auf sei, einprasseln und sie sich ab sofort nicht mehr nur um sich, sondern auch und vor allem Sorgen um das kleine Wesen in ihrem Bauch machen. In den meisten Fällen verläuft eine Schwangerschaft unkompliziert und fast nach Lehrbuch, doch bei einigen Frauen treten eben auch sogenannte Schwangerschaftskomplikationen auf. Hierbei variiert der Schweregrad der Probleme natürlich von Fall zu Fall extrem und Gott sei Dank können die meisten Komplikationen behandelt und behoben werden zum Wohle von Mutter und Kind.

Zu wenig Fruchtwasser

Als Oligohydramnion bezeichnet man das Problem, dass sich zu wenig Fruchtwasser in der Fruchtblase befindet. Ein erstes Anzeichen dafür kann es sein, wenn die Mutter bemerkt, dass sich ihr Kind nur noch sehr wenig im Mutterleib bewegt. Zu wenig Fruchtwasser sogt für eine Einschränkung der Bewegungsfreiheit, wodurch es auch zu einer Schädigung der kindlichen Entwicklung kommen kann. Hat das Kind nicht die Möglichkeit sich ausreichend im Mutterleib zu bewegen und leidet unter Platzmangel, so kann es sein, dass sich das Knochengerüst des Säuglings nicht altersgemäß entwickeln kann.
Des Weiteren kann eine zu geringe Menge an Fruchtwasser dazu führen, dass sich die Lungen des Kindes nicht vollständig ausbilden können.

Fruchtwasserindex

Kommt es zu einer Untersuchung wegen des Verdachts auf zu wenig Fruchtwasser, so wird der Frauenarzt die Fruchtwassermenge bestimmen. Hierzu nutzt er den sogenannten Fruchtwasserindex, der ihm Aufschluss über die Situation gibt. Bei einem gemessenen Wert zwischen acht und 18 Zentimetern ist alles bestens und Fruchtwasser ist in ausreichender Menge vorhanden. Liegt der Wert allerdings darunter, sprechen die Experten eben von einem Oligohydramnion und somit zu wenig Fruchtwasser.
Auch eine zu kleine Gebärmutter kann auf eine zu geringe Menge an Fruchtwasser hindeuten und mit ein Zeichen dafür sein, welches der Arzt zu deuten weiß.

Behandlung

Lautet die ärztliche Diagnose dann tatsächlich Oligohydramnion, so ist dies aber noch kein Grund zur Panik, denn normalerweise kann dies gut behandelt werden. Tatsächlich kann man mit einer Lösung aus Zucker und Kochsalz die Fruchtwassermenge in der Gebärmutter mithilfe einer langen dünnen Nadel aufgefüllt werden. Diese lange dünne Nadel wird dafür durch die Bauchdecke geführt, damit die Lösung in die Fruchtblase gelangen kann.

Befindet sich die Schwangere bereits in einem sehr fortgeschrittenen Stadium ihrer Schwangerschaft, so wäre in diesem Fall auch eine Möglichkeit die Geburt zum Wohle des Kindes einzuleiten.

Mögliche Ursache Blasensprung

Warum es zu einem Oligohydramnion kommt, kann verschiedene Ursachen haben. Eventuell kam es zu einem unbemerkten Blasensprung und die Schwangere hat tröpfchenweise eine größere Menge an Fruchtwasser verloren. Oder der errechnete Geburtstermin ist bereits überschritten und dann ist es sogar ganz normal, dass die Fruchtwassermenge stetig abnimmt. Häufig betroffen sind Schwangere davon, die rauchen oder unter Bluthochdruck leiden. Bei ihnen liegt häufig eine Funktionsstörung der Plazenta vor, wodurch die Nieren des ungeborenen Kindes weniger gut durchblutet werden und daher weniger Fruchtwasser produzieren.

Doch auch wenn man als werdende Eltern in stetiger Sorge um sein Ungeborenes lebt, so kann die moderne Medizin doch schon viel bewirken und so manche Komplikation ohne Probleme beseitigen. Wichtig ist es grundsätzlich nur, einen Arzt aufzusuchen, sobald einem etwas komisch vorkommt und man sich ernsthaft sorgt.

Bildnachweis: © Arto – Fotolia.com


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