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Madenwürmer bei Kindern und in der Schwangerschaft

Wurmerkrankungen mit kleinen weißen, ca. 1 cm langen Würmern kommen bei Kleinkindern und auch in der Schwangerschaft häufig vor und sind in den meisten Fällen harmlos. Mit Madenwürmern infizieren sich Kinder durch den Kontakt mit anderen Kindern und über Lebensmittel. Schwangere stecken sich oft bei Kindern an, die sich die Madenwürmer im Kindergarten geholt haben.

Haustiere übertragen Spul- und Bandwürmer. Eine Infektion mit Madenwürmern macht sich durch einen starken Juckreiz am Po bemerkbar. Bei einer Ansteckung mit Bandwürmern leiden Kinder unter allgemeinem Unwohlsein und unter Bauchschmerzen. Außerdem haben sie keinen Appetit und verlieren an Gewicht.

Bei Verdacht auf einen Wurmbefall beim Kind sollte rasch der Kinderarzt aufgesucht werden. Mit geeigneten Medikamenten und einer Wurmkur lässt sich das Problem schnell lösen.

Wodurch entsteht ein Wurmbefall bei Kleinkindern?

In seltenen Fällen können sich Kinder durch unzureichend gebratenes oder rohes Fleisch mit Bandwürmern infizieren. Auch das Streicheln infizierter Tiere kann ein Auslöser für den Befall mit Bandwürmern sein. Häufiger kommt eine Infektion durch Madenwürmer vor. Zu den Ursachen zählen neben infizierten Lebensmitteln und Wasser auch verunreinigtes Spielzeug und andere Gegenstände. Wenn die Kinder ihre schmutzigen Finger dann in den Mund stecken, infizieren sie sich mit den Wurmeiern. Im Verdauungstrakt entwickeln sich diese zu Würmern. Nachts legen die Weibchen der Madenwürmer ihre Eier außerhalb des Afters ab. Bei Kindern, die sich häufig am Po jucken sollte deshalb immer an einen Wurmbefall gedacht werden.

Durch den starken Juckreiz kommen die Kinder oft nicht zur Ruhe. Die Wurmlarven bleiben meist unter den Fingernägeln hängen. Fasst sich das Kind dann wieder an den Mund, beginnt ein richtiggehender Kreislauf. Durch die ständige Wiederansteckung wird der Wurmbefall aufrecht erhalten.

Welche Symptome deuten auf eine Wurmerkrankung hin?

Ein sicheres Anzeichen für Madenwürmer sind neben dem ständigen Juckreiz am Po auch kleine weiße Würmer im Stuhl, die circa 1-2 Zentimeter lang sind. Fühlt sich das Kind unwohl und leidet unter Appetitlosigkeit, kann dies ebenfalls auf Würmer hindeuten.

Manchmal sind sogar Spulwürmer mit einer Länge zwischen 20 und 40 Zentimetern im Stuhl sichtbar. Wenn Kinder über unklare Bauchschmerzen, Übelkeit oder Blähungen klagen und häufig erbrechen sollte umgehend ein Kinderarzt aufgesucht werden. Hinter diesen Symptomen kann sich eine Wurmerkrankung verbergen, die zwar lästig, in den meisten Fällen aber harmlos ist. Für die meisten Eltern ist die Vorstellung, dass sich Würmer im Körper ihres Kindes befinden, mit Schrecken und Besorgnis verbunden. Die meisten Wurmerkrankungen bei Kindern verlaufen allerdings vollkommen harmlos und oft sogar beschwerdefrei. Manchmal werden Madenwürmer nur zufällig im Stuhl entdeckt.

Die Therapie bei einer Wurmerkrankung

Bei Verdacht auf eine Wurmerkrankung untersucht der Kinderarzt das Kind und stellt anhand von mehreren Stuhlproben fest ob es sich um einen Wurmbefall handelt. Mit einem Tesastreifen, der rund um die Afteröffnung geklebt und dann abgezogen wird, lassen sich Wurmeier feststellen. Bestätigt sich der Verdacht, verordnet der Arzt eine Wurmkur, die in Tablettenform (meist Molevac Dragees) oder als Saft (meist Molevac Suspension) eingenommen wird. Mit Hilfe der Arzneimittel werden die Würmer abgetötet und mit dem Stuhl ausgeschieden. Für die Wurmtherapie gibt es unterschiedliche Wirkstoffe. Abhängig von der Wurmart und dem Umfang des Wurmbefalls verordnet der Kinderarzt das passende Mittel. Eine Selbsttherapie mit rezeptfreien Medizinprodukten ist dabei nicht empfehlenswert.

Weiterführende Informationen:

Madenwürmer beim Menschen

Nicht alle Wurmmittel sind für Kinder geeignet

Einige Wurmmittel eignen sich nicht für kleine Kinder. Deshalb sollten Entwurmungsmedikamente ausschließlich nach Rücksprache mit dem Kinderarzt verabreicht werden. Zusätzlich zur medikamentösen Therapie, die über mehrere Wochen konsequent durchgeführt wird, sollten auch besondere Hygienemaßnahme wie ein häufiges Waschen der Hände eingehalten werden.

Kleine Kinder sind öfter von einer Wurmerkrankung betroffen, weil sie ständig ihre Hände, ihr Spielzeug oder andere Gegenstände in den Mund nehmen. Viele Ärzte empfehlen bei einem Wurmbefall die gesamte Familie zu entwurmen, damit die Gefahr der Wiederansteckung gebannt ist.

Während der Schwangerschaft und in der Stillzeit sollten Wurmmittel nur mit Rücksprache mit dem Arzt eingenommen werden. Der Wirkstoff Pyrviniumembonat (ist in Molevac enthalten) ist für Schwangere geeignet. Oft ist eine Wiederholung der Behandlung nach einigen Wochen angezeigt.

Vorbeugungsmaßnahmen gegen Wurmerkrankungen

Damit es nicht zu einer erneuten Wurminfektion kommt, ist eine sorgfältige Hygiene wichtig. Eine Selbstansteckung und die Ansteckung anderer Menschen lässt sich mit einfachen Maßnahmen verhindern. Alle Familienmitglieder sollten sich das gründliche und sorgfältige Händewaschen mit Seife vor und nach dem Essen sowie nach jedem Toilettengang zur Regel machen.

Auch wenn die Kinder vom Spielen im Freien nach Hause kommen, sollten sie sich zunächst die Hände waschen. Kurz geschnittene Fingernägel schützen vor der Aufnahme von Wurmeiern. Der Pobereich sollte immer sorgfältig gereinigt werden. Wäsche, Bettwäsche und Unterwäsche muss bei mindestens 60 Grad gewaschen werden.


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