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Kuhmilcheiweißallergie bei Säuglingen und Kleinkindern

Die Sorge Nummer eins schwangerer Frauen ist, dass es ihrem ungeborenen Kind nicht gut gehen könnte. Sobald der Geburtstermin näher rückt, informieren sich viele werdende Mütter bereits über Krankheiten und Allergien, die ihr Kind in den ersten Lebensmonaten bekommen könnte.
7,5% aller Säuglinge und Kleinkinder leiden an einer Nahrungsmittelallergie, die Tendenz ist steigend. Die häufigste Allergie, von der etwa 3% der Babys bis zur Vollendung des ersten Lebensjahres betroffen sind, ist die Kuhmilcheiweißallergie.

Was ist eine Kuhmilcheiweißallergie?

Babys, die von dieser Allergie betroffen sind, weisen eine allergische Reaktion auf Eiweiße in Milch und Milchprodukten auf. Diese Allergie ist nicht mit Laktoseintoleranz zu verwechseln, bei der der in Milchprodukten vorkommenden Milchzucker nicht vertragen wird.

Wodurch kann diese Allergie ausgelöst werden?

Nicht nur Säuglinge, die über die Flasche ernährt werden, können eine Allergie gegen Kuhmilcheiweiß entwickeln. Auch Babys, die gestillt werden, sind davor nicht gefeit: Wenn die Mutter Kuhmilch oder Produkte, die Kuhmilch enthalten zu sich nimmt, kann Kuhmilcheiweiß über die Muttermilch übertragen werden und allergische Reaktion beim Säugling auslösen.

Wie können Anzeichen einer Kuhmilchallergie aussehen?

Die Symptome einer Kuhmilchallergie sind äußerst vielfältig: Erste Anzeichen können unter anderem Hautausschläge wie Neurodermitis, Magen-Darm-Erkrankungen wie Verstopfung, Spucken, Durchfall, Blut im Stuhl oder Bauchschmerzen – aber auch häufig wiederkehrende Erkältungsanzeichen, die unabhängig von einem Infekt auftreten, sowie untröstliches Weinen, sein. Leider gibt es keine allgemein gültigen Anzeichen – diese können von Kind zu Kind individuell verschieden sein. In vielen Fällen weisen auch mehrere gleichzeitige, auf den ersten Blick voneinander unabhängige Symptome auf eine Kuhmilcheiweißallergie hin.

Sollten die Beschwerden über einen längeren Zeitraum hinweg andauern, ist es auf jeden Fall ratsam, den Kinderarzt aufzusuchen.

Diagnose Kuhmilcheiweißallergie – was ist zu tun?

Ihr Verdacht hat sich bestätigt – der Kinderarzt hat bei Ihrem Kind eine Kuhmilcheiweißallergie festgestellt. Diese Diagnose muss für Sie kein Grund zur Panik sein – die gute Nachricht ist, dass eine Ernährung ohne Kuhmilch sowieso sehr viel gesünder ist. Kuhmilch ist sogar schädlich für Babys und Kinder.

Auch wenn die Allergie bei ca. 75% der betroffenen Kinder bis zum 3. Lebensjahr wieder verschwindet, sollten Sie für Ihre eigene Gesundheit und der ihres Kindes auf den Konsum von Kuhmilch verzichten.

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Durch eine Ernährungsumstellung auf eine kuhmilchfreie Spezialnahrung kann bereits nach drei bis fünf Tagen eine erste Besserung der Symptome eintreten. Wichtig dabei ist, dass die kuhmilchfreie Ernährung mindestens vier Wochen lang durchgeführt wird – nur so kann mit Sicherheit festgestellt werden ob die Nahrungsumstellung bei Ihrem Kind erfolgreich ist.

Während dieser Zeit muss Ihr Kind aber keinesfalls auf gutes Essen verzichten! Es gibt eine Vielzahl an Rezepten für Kinder im Alter zwischen fünf Monaten und vier Jahren, bei denen die Kuhmilch durch eine milchfreie Spezialnahrung ersetzt wurde. Da ist für jeden Geschmack etwas dabei!

Bildnachweis: imaginando – Fotolia.com


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