Skip to main content

Entwicklung des Neugeborenen

Nach 40 langen Wochen hat sich aus der Verschmelzung von Ei- und Samenzelle ein fertiger Mensch entwickelt. 40 Wochen ist das Kind im Bauch der Mutter gewachsen und hat sich Monat für Monat weiterentwickelt, um schließlich mit dem Tag seiner Geburt, das Wagnis Leben zu beginnen.

Etwas zerknautscht und unförmig vielleicht liegt das Neugeborene in seiner Wiege – ein fertiger Mensch, der sich dennoch stetig weiter entwickeln wird. Eine spannende Zeit beginnt.

Nur Schlafen und Essen – das Baby tut viel mehr

Das Neugeborene muss sich zunächst an die „neue Welt“ gewöhnen, in der es so viel lauter zugeht als im Bauch der Mutter. Sie ist heller als gewohnt und es passieren viele unbekannte Dinge. Gerade in der ersten Zeit macht es den Anschein, als würde das Baby nichts tun als Schlafen und Essen – doch weit gefehlt, es tut weitaus mehr. Es erschließt sich seine neue Welt mit allen Sinnen: Zwar sieht es noch nicht allzu gut, jedoch nimmt es Ihr Gesicht wahr, wenn Sie nur nahe genug an das Baby herankommen. Die Ärmchen und Beinchen sind noch nicht gestreckt und bewegen sich noch unkoordiniert, doch bereits nach kurzer Zeit werden die Bewegungen flüssiger. An der eigenen Hand saugen, ist gerade am Anfang die Lieblingsbeschäftigung des Säuglings.

Das Baby mag es, berührt zu werden, durch streicheln bauen Sie und Ihr Partner die Beziehung zu Ihrem Kind auf.

Wie gut sieht das Neugeborene?

Noch nicht sehr gut, vielmehr nur etwa 30 Zentimeter weit. Die Sicht des Neugeborenen ist zwar verschwommen, jedoch sieht es Ihr Gesicht und findet es überaus interessant. Es beginnt Ihr Gesicht genauestens anzusehen, zu studieren und ist einfach fasziniert davon. Mit der Zeit wird das Baby versuchen den ersten Augenkontakt herzustellen. Außerdem orientieren sich die Augen des Babys bald an vorhandenen Lichtquellen: Es dreht den Kopf beispielsweise in Richtung Fenster und Schattenspiele findet es ebenfalls sehr interessant.

Das Neugeborene ist fast immer hungrig

Das Essen zählt zu den wichtigsten Bedürfnissen eines Neugeborenen, gerade in den ersten Tagen will es circa 8 bis 15 Mal am Tag essen. Nach der ersten Lebenswoche reduzieren sich die Mahlzeiten und das Neugeborene gibt sich mit etwa sechs Mahlzeiten zufrieden. Es dauert etwa sechs bis acht Wochen bis sich ein Essensmuster zeigt, der richtige Rhythmus erfolgt jedoch erst nach einigen Lebensmonaten.

Wie ist das mit dem Schlafen?

Die erste Lebenszeit wird Ihr Baby verschlafen. Es schläft von 24 Stunden etwa 16 Stunden, aber leider nicht immer am Stück. Es sind auch viele kleine Nickerchen dabei. Die Schlafenszeiten eines Neugeborenen zeigen sich sehr unregelmäßig, einen regelmäßigen Schlafrhythmus muss ein Baby erst erlernen. Wie lange das dauert, kann sich sehr unterschiedlich gestalten.

Wenn das Baby weint …

… sind viele Eltern erschrocken und wollen das Neugeborene trösten. Weinen muss nicht zwangsläufig heißen, dass es dem Kind schlecht geht: Sie werden mit der Zeit Unterschiede beim Weinen feststellen und es auch zuordnen können.

Das Baby muss mit all den neuen Eindrücken außerhalb des Mutterleibes zurechtkommen, was es mit dem einzigen, was es kann zum Ausdruck bringt: Es weint. Beruhigen Sie Ihr Neugeborenes mit sanften Worten, vielen Streicheleinheiten und zeigen Sie ihm, dass Sie da sind und es sich nicht alleine fühlen muss.

Die Entwicklung in den ersten Lebensmonaten

Es gibt zwar gewisse Maßstäbe, wie und wann sich Neugeborene entwickeln, dennoch ist jedes Baby ein eigenes Individium, das über sein ganz eigenes Tempo verfügt, was sich auch in der Entwicklung unterschiedlich zeigen kann.

Der erste Lebensmonat

Im ersten Lebensmonat wird die Nackenmuskulatur kräftiger und es wird irgendwann schon kurz den eigenen Kopf selber hoch halten können. Des Weiteren wird Ihr Baby seine Hände und Füße erforschen und mit ihnen herum experimentieren. Das Baby wird nun auch Dinge mit den Augen verfolgen, nehmen Sie eine Rassel und bewegen sie vor den Augen des Kindes hin und her: Sie werden erstaunt sein, das die Augen des Babys der Rassel folgen.

Auch mit den Ohren nimmt Ihr Baby nun viele unterschiedliche Dinge wahr: Es ist fasziniert von den Liedern, die Sie ihm vorsingen und wird auch die tickende Küchenuhr mögen.

Wenn das Baby zwei Monate alt ist…das erste Lächeln?

Wenn Ihr Kind zwei Monate alt ist, könnte das erste Lächeln Sie erfreuen. Auch erste Laute, in Form von Gurgeln oder Krähen werden hörbar. Die Bewegungen werden kontrollierter und runder und der Kopf kann schon ein wenig länger selbst gehalten werden. Die Schlafenszeiten werden länger, obwohl nur wenige Babys jetzt schon tatsächlich durchschlafen. Langsam fängt es nun auch an sich für Farben und Formen zu interessieren: Es wird das Mobile über der Wiege mit ganz anderen Augen sehen und die von Ihnen angebotenen bunten Sachen werden Ihr Baby immer mehr faszinieren.

Der dritte Lebensmonat

Spätestens im dritten Lebensmonat hat sich die Eltern-Kind-Beziehung gefestigt und Ihr Baby wird Sie und Ihren Partner auf Anhieb erkennen. Die Gesichter sind dem Säugling vertraut. Auch die Schlafgewohnheiten pendeln sich langsam ein und Sie dürfen sich auf ruhigere Nächte freuen.

Das Baby strampelt

Auch die Arm- und Beinkoordination macht große Fortschritte. Mit den Beinen strampeln gehört zu den wichtigsten Bewegungen Ihres Babys. Es beginnt zu winken, kann die Hände nun zusammenbringen sowie seine Finger öffnen. Bieten Sie Ihrem Kind nun Spielzeug an und beobachten Sie, ob es danach greift.

Die Zeit des Vorlesens beginnt

Nun beginnt auch die Zeit des Vorlesens. Ihr Baby scheint noch nicht bewusst zuzuhören, da es den Kopf nach wie vor in alle Richtungen dreht. Dennoch beginnt das Baby nun langsam, das Sprachgefühl zu entwickeln und es wird für das Baby wichtig und interessant, unterschiedliche Tonhöhen wahrzunehmen und Sprache und Gesang zu lauschen. Ihr Baby wird seine Bindung zu Ihnen über das Gehör verstärken. Babys mögen Wiederholungen, daher ist es völlig in Ordnung, wenn Sie ihm immer wieder dasselbe Bilderbuch vorlesen und die gleichen Lieder singen. Ganz nebenbei gewinnt das Baby dabei an Sicherheit.

Viel sprechen ist wichtig

Sprechen Sie viel mit Ihrem Kind: Auch wenn es Ihnen noch keine Antwort geben kann und Ihre Worte nicht wirklich versteht, prägen sich die Worte ein und es speichert die Worte in seinem Gedächtnis.
Jetzt ist es auch an der Zeit, dass sich Ihr Baby selbst im Spiegel betrachten kann. Babys mögen es, sich selbst anzuschauen und vielleicht entlockt das eigene Spiegelbild dem Baby ein Lächeln. Auch zu anderen Menschen wird Ihr Baby nun aufgeschlossen und nimmt über lächeln oder krähen Kontakt zu den Menschen auf.

Der Tastsinn wird weiterentwickelt

Ihr Baby entwickelt gerade seinen Tastsinn weiter, daher ist es sehr förderlich, es dahingehend mit den unterschiedlichsten Materialien zu unterstützen. Tastbilderbücher finden nun ihren Einsatz und ein Stückchen Fell oder ein Stückchen Stoff wird Ihrem Baby gefallen. Ebenso sind Berührungen nach wie vor wichtig.

Der Kopf wird immer häufiger angehoben

Ein weiterer Entwicklungsschritt in diesem Lebensmonat ist das Kopfheben. Das Baby kann nun in Rücken und Bauchlage schon eine längere Zeit den Kopf anheben. Etwa ab dem vierten Monat kann es den Kopf dann stetig oben halten.

Bildnachweis: © Hannes Eichinger – Fotolia.com, © PerlenVorDieAugen – Fotolia.com, © Kaarsten – Fotolia.com


Ähnliche Beiträge



Keine Kommentare vorhanden


Du hast eine Frage oder eine Meinung zum Artikel? Teile sie mit uns!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Ich akzeptiere