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Der 2. Schwangerschaftsmonat

Sie wissen nun, dass sie ein Kind erwarten – eine große Freude aber auch eine große Verantwortung für das ungeborene Leben. Vereinbaren Sie deshalb jetzt Ihren ersten Termin für die Vorsorgeuntersuchung beim Frauenarzt. Diese Untersuchungen sind wichtig, denn nur so kann der Verlauf der Schwangerschaft aus ärztlicher Sicht bestens begleitet und auch die Entwicklung des Babys überprüft werden. Bei eventuellen Auffälligkeiten kann so schnell und kompetent gehandelt werden – nehmen Sie deshalb die Vorsorgeuntersuchungen zuverlässig wahr. Auch ein Termin für die erste Ultraschalluntersuchung sollte jetzt vereinbart werden.

Beim ersten Besuch Ihres Gynäkologen wird Ihr voraussichtlicher Geburtstermin anhand des Zeitpunkts Ihrer letzten Periode bestimmt – verlassen Sie sich jedoch nicht auf diesen errechneten Termin, denn nur circa 4% aller Babys kommen exakt zu diesem Termin auf die Welt.

Neben der Errechnung des Geburtstermins wird Ihr Gynäkologe die Größe der Gebärmutter durch eine Tastuntersuchung vornehmen und auch Ihren Muttermund überprüfen, denn dieser muss geschlossen sein. Auf eine Urinprobe dürfen Sie sich nun bei jeder Vorsorgeuntersuchung einstellen, denn dieser wird jedes mal untersucht. Gewöhnen Sie sich aus diesem Grund am besten an vor dem Frauenarztbesuch nicht mehr auf die Toilette zu gehen. Auch eine Blutuntersuchung gehört zum Standard des ersten Vorsorgetermins, ebenso wie die Ausstellung des Mutterpasses. Diesen in den Händen zu halten ist für viele Frauen der Augenblick in dem ihnen richtig bewusst wird schwanger zu sein.

Die Vorsorgeuntersuchungen sind von der Praxisgebühr befreit und wird nur in Ausnahmefällen, bei gesonderter Beratung oder Behandlung, erhoben.

Die Entwicklung Ihres Babys im 2. Schwangerschaftsmonat

Der kleine Winzling in Ihrem Bauch ist bis Ende des 2. Schwangerschaftsmonats auf eine Größe von circa 3 cm gewachsen und wiegt etwa 2 – 3 Gramm. Doch so klein Ihr Baby auch noch ist – es entwickelt sich immer mehr zu einem vollständigen kleinen Menschen. Das Herz schlägt, wenn auch in diesem Stadium mit nur zwei Herzkammern, die Nieren und die Wirbelsäule formen sich bereits und auch erste Muskeln werden angelegt, was es dem Embryo ermöglicht sich im Bauch zu bewegen. Bis sie den ersten Tritt ihres Babys spüren können dauert es jedoch noch einige Wochen, denn dafür ist es noch zu klein.
Eine enorme Weiterentwicklung findet sowohl bei den Sinnesorganen wie Ohren, Zunge, Nasenspitze und dem optischen Nerv statt, als auch beim Nervensystem, der Leber, der Bauchspeicheldrüse, dem Magen und den Lungen. Auf dem Ultraschall wird immer deutlicher ein kleines Menschlein erkennbar. Sehen und hören kann der Embryo in diesem frühen Stadium der Schwangerschaft jedoch noch nicht.

Ihre Gesundheit ist wichtig!

Damit Ihr Kind die besten Bedingungen für eine gesunde Entwicklung erhält müssen auch Sie als werdende Mama gut auf sich achtgeben. Die morgendliche Übelkeit ist lästig – jedoch für Ihr Baby unbedenklich. Trinken Sie direkt nach dem Aufwachen bereits im Bett ein Glas Wasser uns lassen Sie sich Zeit mit dem Aufstehen. Wenn möglich frühstücken Sie sogar im Bett. So können die schlimmsten Beschwerden am Morgen gelindert oder gar ganz umgangen werden.

Wenn Ihnen weitere Alltagsbeschwerden, die für eine Schwangerschaft nicht ungewöhnlich sind, zu schaffen machen so verzichten Sie auf übliche Medikamente. Kopfschmerzen, Schwindelanfälle, Hitzewallungen oder auch Sodbrennen können mit homöopathischen Mitteln effektiv bekämpft werden ohne Ihrem Baby zu schaden.

Sollte Ihnen ein unangenehm riechender, grünlicher Ausfluss auffallen kontaktieren Sie umgehend Ihren Arzt.

Ihr Wohlbefinden ist ebenso wichtig – denn nur wenn es Ihnen gut geht, geht es auch Ihrem Baby gut. Ermüdungserscheinungen sind normal, deshalb gönnen Sie sich Pausen und wenn möglich sogar einen kleinen, etwa 20-minütigen Mittagsschlaf. Eine sanfte Sportart hilft Ihnen fit zu bleiben, und auch dabei den Zustand einer trägen Schläfrigkeit zu umgehen. Hierfür eignen sich Schwimmen, Spazierengehen, Yoga oder auch eine sanfte Gymnastik.

Besonders wichtig für Ihre und auch die Gesundheit Ihres Ungeborenen ist ausreichendes Trinken. 1,5 Liter Wasser pro Tag sollten das Minimum darstellen. Bei einer zu geringen Flüssigkeitszufuhr droht die Gefahr einer Blasenentzündung.

Auch Ihre Haut benötigt in der Schwangerschaft besondere Pflege. Der Bauch spannt schon jetzt hin und wieder, die Zeit bis er kugelig wird ist jedoch noch eine Weile hin. Trotzdem sollten Sie schon jetzt regelmäßig ein gutes Öl oder eine Creme verwenden, mit der Sie die Haut am Bauch speziell pflegen. Dies beugt Schwangerschaftsstreifen vor, welche einmal aufgetreten nicht mehr ganz verschwinden werden. Eine Garantie, dass keine Dehnungsstreifen auftreten gibt es jedoch nicht.

Achten Sie auf Ihre Ernährung!

Ebenso wichtig wie die körperliche Gesundheit ist die Ernährung. Wählen Sie viel Obst und Gemüse und greifen Sie beim Kochen zu frischen Produkten anstatt zu Tütensuppe und Tiefkühlware. Eiweißhaltige (pflanzliche Eiweiße sind viel gesünder!) Nahrungsmittel sind besonders wichtig, da Eiweiß für den Muskelaufbau Ihres Babys unerlässlich ist. Verzichten Sie hingegen auf zu scharfes, salziges oder fettes Essen. Um den größten Heißhungerattacken vorzubeugen helfen stärkehaltige Lebensmittel. Die durchschnittliche Zunahme während einer Schwangerschaft beträgt circa 10 – 12 Kilogramm. Versteifen Sie sich jedoch nicht zu sehr auf diese Angabe, denn auch hier sind individuelle Abweichungen ganz normal. Vergessen Sie jedoch den alten Spruch: „Ich muss jetzt für zwei Essen!“, denn das ist auf jeden Fall zu viel!

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Die Psyche spielt ganz gerne mal verrückt!

Stimmungsschwankungen kennt jede schwangere Frau – machen Sie sich also keine Gedanken, wenn Ihnen völlig grundlos zum Weinen ist, Angstgefühle oder auch die Lust auf den Partner in ungewohnter Weise erwachen. Ein verständnisvoller Partner ist in diesem Falle Gold wert, denn er muss schon viel erdulden bei den unberechenbaren Launen, die eine Schwangere an den Tag legen kann. Hilfe finden sie jedoch nicht nur beim werdenden Papa, auch eine Hebamme kann jetzt schon unterstützend zur Seite stehen. Ein Baby-Vorbereitungskurs im Krankenhaus kann ebenfalls eine Alternative sein, denn hier können Sie sich mit Gleichgesinnten austauschen, und Sie merken schnell, dass Sie mit Ihren Ängsten und Sorgen nicht alleine sind.

Bildnachweis: © redhorst – Fotolia.com


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