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Baby-Pflege in den ersten Lebensmonaten

Die tägliche Körperpflege Ihres Babys können Sie wunderbar zu einem Pflege-Ritual gestalten. Nehmen Sie sich Zeit und genießen Sie diese innigen Momente mit dem Kleinen.

Das Baby immer gut abtrocknen

Ein Baby muss nicht jeden Tag gebadet werden. Abgesehen vom Windelbereich müssen Sie nur Hände, Gesicht, Hals und Füße säubern. Dazu stellen Sie sich am besten eine Schüssel mit warmen Wasser und einige Wattebällchen bereit. Reinigen Sie die eben genannten Körperstellen und vergessen Sie dabei nicht die Falten am Hals nicht. Wichtig ist, danach alles mit einem Handtuch gut zu trocknen, denn wenn man die Hautfalten nicht ordentlich trocknet, können Entzündungen darin entstehen. Seife und Puder werden nicht benötigt.

Sorgen Sie lediglich für einen gut gewärmten Raum, damit das Baby nicht friert.

Baby-Nagelpflege

Wenn Sie Ihrem Baby die Finger- und Fußnägel schneiden müssen, so benutzen Sie eine Babynagelschere mit runden Enden. Oft lassen sich nach dem Baden die Nägel leichter schneiden. Fußnägel werden einfach gerade abgeschnitten und Fingernägel kürzt man in Form der Fingerkuppe. Ein kleiner Tipp: Für viele Mütter ist es einfacher die Nägel zu schneiden, während das Baby schläft!

Genitalpflege

Bei der Pflege des Windelbereichs sollte man einige Regeln befolgen. Bei einem Mädchen sollte man niemals das Innere der Vulva säubern und bei einem Jungen keinesfalls die Vorhaut zurückziehen.
Den Genitalbereich säubert man immer von vorne nach hinten, also von Penis oder Scheide zum Gesäß hin.

So werden Infektionen vorgebeugt. Gereinigt werden können der Windelbereich mit Waschlappen/Wattebausch und Wasser oder mit feuchten Pflegetüchern, die es von verschiedenen Herstellern zu kaufen gibt.

Arbeiten Sie mit Wasser, so denken Sie stets daran alle Körperfalten richtig zu trocknen.
Den Bereich des Nabelstumpfs müssen Sie trocken halten, damit er gut abheilen kann. Frische Luft wirkt dabei unterstützend. Reinigen Sie den Stumpf mit ein wenig Wasser und trocknen Sie ihn danach gründlich.

Baden bei 35 bis 37 °C

Wenn der Nabelstumpf blutet, eitert oder die Umgebung rot und geschwollen ist, sollten Sie Ihren Arzt zurate ziehen.

Sobald der Nabel des Baby vollkommen abgeheilt ist, können Sie es zum ersten Mal richtig Baden. Benutzen Sie am besten eine Baby-Badewanne, die Sie auf einen Tisch stellen. So können Sie das Kind bequem im Stehen und in Ihrer Höhe baden. Ein Bade-Thermometer hilft die richtige Temperatur von 35 bis 37 °C zu bestimmen und ein großen Badetuch ist super, um das Baby danach dort einzukuscheln. Das Zimmer, in dem das Baby gebadet wird, sollte im Vorfeld schon warm sein. Hat sich Ihr Baby im warmen Badewasser akklimatisiert, so fanden Sie an, seinen Körper mit Wasser zu beträufeln und mit ihm zu sprechen. Nach einigen Minuten nehmen Sie das Kind aus der Badewanne und wickeln es in das bereitgelegte Badetuch ein. Tupfen Sie es trocken, das ist besser als Rubbeln. Eine gemütliche Kuscheleinheit mit Mama oder Papa wird Ihr Kind nach dem Baden lieben. Es kann sich zu einem geliebten Ritual auf beiden Seiten entwickeln.

Nie ohne Aufsicht!

Zu beachten ist immer, dass man das Baby niemals unbeaufsichtigt lassen sollte. Auch nicht, wenn es bereits alleine sitzen kann. Eine Hand sollte grundsätzlich am Kind sein – immer!

Die tägliche Babypflege nehmen Sie vermutlich auf dem Wickeltisch vor. Ein dort angebrachter Heizstrahler sorgt dafür, dass das Kind es besonders anfänglich schön warm hat.

Babymassage

Verbinden Sie doch einfach das Waschen und Eincremen des Säuglings mit einer Babymassage. Um die Kunst der Babymassage zu erlernen, könnten Sie einen entsprechenden Kurs bei verschiedenen Familienbildungsstätten besuchen. Ihr Kind wird diese besondere Streicheleinheit von Kopf bis Fuß lieben. Danach sind die Kinder meistens vollkommen entspannt, müde und schlafen dann mehrere Stunden.

Gemeinsame Körperpflege als Ritual

Um die Bindung zwischen Vater und Kind zu stärken, können Sie auch mit der täglichen Körperpflege warten, bis Ihr Partner von der Arbeit zu Hause ist. Er kann sich dann um die Pflege Ihres Kindes kümmern und die intensive Zeit mit dem Kind erleben. Für Vater und Kind kann dies zu einem schönen abendlichen Ritual werden.

Grundsätzlich brauchen Sie zur Babypflege nicht viel. Wattebäuschchen, Waschlappen, warmes Wasser, ein Handtuch und Wundschutzcreme für einen eventuell wunden Po. Ist es draußen bitterkalt, so sollten Sie das Gesicht Ihres Kindes noch mit einer entsprechenden Baby-Fettcreme einreiben.

Sie brauchen keine Cremes, Lotionen und Badezusätze

Badezusätze, Cremes, Lotionen und Shampoos brauchen Sie ansonsten aber nicht. Das Angebot in den Geschäften ist natürlich riesig und manche Produkte riechen auch geradezu nach Baby, aber notwendig sind sie definitiv nicht. Beim Kauf weiterer Produkte sollten Sie dann einfach darauf achten, dass diese frei von Konservierungs-, Farb- und Parfümstoffen sind. Sie sollten dermatologisch getestet sein, keine Mineralöle, Weichmacher oder ätherischen Ölen sein. Hier gilt das Prinzip: Weniger ist mehr!

Machen Sie also die Babypflege zu einem schönen Ritual für sich und Ihr Kind. So wird Ihre Bindung gestärkt und diese Notwendigkeit im täglichen Ablauf wird zu einem echten Genuss für beide Seiten.

Bildnachweis: © Pelz – Fotolia.com


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