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23. Schwangerschaftswoche (SSW)

Das ungeborene Kind ist in der 23. Schwangerschaftswoche in etwa 30 cm lang und bringt ein Gewicht von um die 580 Gramm auf die Waage. Der Körper des Babys ist von oben bis unten mit der sogenannten Käseschmiere bedeckt, die durch die Talgdrüsen der Lanugo-Behaarung produziert wurde. Die Haut des Kindes wird durch die Käseschmiere geschützt und bei dem Geburtsvorgang selbst hilft sie dem Kind, den Geburtskanal leichter zu passieren.

Das Kind hat einen festen Schlaf-Wach-Rhythmus

Die werdende Mutter spürt mittlerweile genau, wenn sich ihr Baby im Bauch umdreht und die Position wechselt.

Zudem entwickelt das Kind nun einen festen Schlaf-Wach-Rhythmus. Es gibt also feste Zeiten, während denen es schläft und andere, wo es aktiv ist und gegen den Bauch der Mutter boxt und tritt.

Im Übrigen kann es auch durch laute Geräusche geweckt werden. Ansonsten wird das Kind gerne wach, wenn die Mutter endlich einmal zur Ruhe kommt. Ihm fehlt dann schön im Bauch herumgeschaukelt zu werden und wird dann aktiv. Oftmals ist der Bauch auch ganz schief und vereinzelte Beulen sind deutlich erkennbar. Manchmal erkennt man auch genau, ob es sich um ein Füßchen oder eine kleine Hand handelt, die sich gegen die Bauchdecke drücken. Natürlich ist es für die strapazierte Schwangere schon nervig, wenn das Baby immer dann aktiv wird, wenn sie sich selber ausruhen oder gar schlafen möchte. Leider lässt sich daran so gar nichts ändern und daher lohnt es sich auch nicht, sich darüber zu ärgern. Das Kind hat eben seinen ganz eigenen Rhythmus und so wird es auch nach der Geburt sein. Daher ist dies eigentlich schon einmal eine gute Übung für die Mutter sich auf den ungewohnten Rhythmus des Kindes einstellen zu müssen. Babys nehmen keine Rücksicht darauf, ob die Mutter selber müde ist oder ob es mitten in der Nacht ist. Sie haben ihre Bedürfnisse und möchten diese um jeden Preis gestillt wissen.

Kreislaufstörungen + Schwindelanfälle

Es gibt Frauen, die leiden unter Kreislaufstörungen während der Schwangerschaft. Die daraus resultierenden Schwindelanfälle sind in der Regel nicht beunruhigend. Gefährlich wird es nur, wenn die Frau dadurch zu Fall kommt und beispielsweise auf den Bauch fallen oder anderweitig unglücklich stürzen würde.

Wird die Frau bei solchen Kreislaufschwankungen bewusstlos, sollte dies unbedingt mit einem Arzt abgeklärt werden.

Gymnastik und warme Bäder gegen Rückenschmerzen

Durch den stetig wachsenden Bauchumfang klagen die meisten schwangeren Frauen über Rückenschmerzen. Die einen mehr, die anderen weniger. Der immer größer werdende Bauch sorgt dafür, dass sich der Körperschwerpunkt verlagert und sich automatisch die Haltung der Frau ändert. Sie macht ein Hohlkreuz.

Auch die Muskeln und Gelenke werden während einer Schwangerschaft gelockert und tragen zu einer Fehlhaltung bei. Aufgrund der gesamten Fehlbelastung des Rückens kommt es zu den Rückenschmerzen.

Wenn das Baby zu allem Überfluss auch noch auf den Ischiasnerv der Frau drückt, kommt es zu heftigen ziehenden bis stechenden Schmerzen, die vom Bein bis in die Hüftregion ausstrahlen.

Linderung kann ein Gymnastikball als zeitweise Sitzgelegenheit verschaffen, der die Rückenmuskulatur entlastet, weil man automatisch anders darauf sitzt. Zudem sollte man sich immer wieder dazu zwingen, trotz des Bauches eine gerade Position einzunehmen. Ein warmes Bad lockert Verspannungen und entlastet Rücken und Beine. Wellness für den Körper und die Seele einer Schwangeren! Aber immer darauf achten, dass das Wasser nicht wärmer als 38 Grad sein sollte.

Rückenschwimmen ist auch super, um den Körper von dem Gewicht des Bauches zeitweise zu entlasten und so eine Linderung der Beschwerden herbeizuführen. Viele Frauen machen auch Aquakurse während der Schwangerschaft, weil man sich mit mehr Gewicht im Wasser geradezu schwerelos fühlt.

Jegliche Form der Bewegung ist positiv, sofern man nicht übertreibt. Spazierengehen, Fahrrad fahren oder ein wenig umhertanzen – egal, Hauptsache man ändert oft seine Position. Es ist wichtig nicht immer nur zu sitzen, zu liegen oder zu stehen. Die Abwechslung macht ein besseres Wohlbefinden aus.

Sind die Rückenschmerzen aber durch alle diese Maßnahmen nicht wirklich zu lindern, so sollte man sich nach speziellen Gymnastikübungen für Schwangere kundig machen. Auskunft bekommt man sicherlich bei einer Krankengymnastin, Geburtsvorbereiterin oder Hebamme.

Bildnachweis: © luna – Fotolia.com


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