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Neigung zur Thrombose steigert Wahrscheinlichkeit einer Fehlgeburt

Trotz des medizinischen Fortschritts treten auch in der heutigen Zeit, mehr Fehlgeburten auf, als allgemein bekannt. Statistiken belegen, dass etwa 15 Prozent aller Schwangerschaften mit einer Fehlgeburt enden. Die meisten Aborte finden während der ersten 12 Schwangerschaftswochen statt, die Ursachen hierfür sind vielfältig. Neben Infektionen, Hormonstörungen, genetischen Faktoren und Fehlbildungen der Gebärmutter sind auch Gerinnungsstörungen, sogenannte Thrombophilien für eine Fehlgeburt verantwortlich.

Blut von Schwangeren gerinnt leichter

Man weiß heute, dass Blut während der Schwangerschaft leichter gerinnt, kommt eine Gerinnungsstörung der werdenden Mutter hinzu, kann dies eine Durchblutungsstörung der Plazenta hervorrufen. Was wiederum zur Folge haben kann, dass der Embryo nicht ausreichend versorgt wird.
Entsteht also ein Blutgerinnsel in der Plazenta, kann es zu einer Fehlgeburt kommen.

Neigungen zu Thrombose im Vorfeld erkennen

Manche Risikofaktoren, die für eine Thrombose verantwortlich sind, sind genetischer Natur. Bestimmte Gene sind für die Bildung von Proteinen zuständig, welche für die Blutgerinnung maßgeblich sind.

Das Zentrum für Humangenetik in Frankfurt entwickelte mit „Personal Genomics Services“ einen neuen Zugang zur Erkennung bestimmter Gene. Durch Analysen von mehr als 100 Varianten des Genoms, kommt Licht ins Dunkle und die darauf folgenden Handlungsoptionen können das Risiko einer Thrombose, während der Schwangerschaft vermindern.

Die Untersuchung der Gene erfolgt über eine Speichelprobe. Mittels PGS.Box, die in der Apotheke, beim Arzt und sogar im Internet erhältlich ist, schicken Sie Ihre Speichelprobe zur Untersuchung. Mit dem Ergebnis gehen Sie dann zum Arzt und besprechen dort die weitere Vorgehensweise.

Der persönliche Benutzer-Account

Es besteht die Möglichkeit, die Ergebnisse der untersuchten Speichelprobe, im persönlichen Benutzer-Account online zu erfahren. Mithilfe eines digitalen Zugangsschlüssels in Form eines USB-Sticks erhalten Sie Zugang zu Ihren persönlichen Daten. Ein abgespeichertes Sicherheitszertifikat gewährleistet Ihnen, dass nur Sie selbst Zugang auf das Analyseergebnis haben. Über die sogenannten gene.cards erhalten Sie in leicht verständlicher Form alle Resultate der Genuntersuchung sowie Informationen zu möglichen Auswirkungen und die nötigen Handlungsempfehlungen. Mit dem Ausdruck der Ergebnisse können Sie dann den Arzt Ihrer Wahl aufsuchen.

Des Weiteren steht für Sie ein Updateservice zur Verfügung, der Sie über alle Neuheiten, bezüglich des Wissens über Gene, deren Varianten und Bedeutungen, informiert. Es besteht ebenso eine stetige Aktualisierung der neuesten wissenschaftlichen Ergebnisse.

„Wissen schafft Sicherheit“ und gibt Ihnen die Gelegenheit, auch selbst etwas für Ihre Gesundheit zu tun.

Was kann vorbeugend getan werden?

Nur wer seine persönlichen Gene kennt, kann bei bestehendem Kinderwunsch auch vorbeugend etwas gegen das Risiko der Thrombose in der Schwangerschaft tun.

Je nachdem, wie die Gerinnungsstörung ausgeprägt ist, werden Aspirin oder Heparin vorbeugend eingesetzt. Diese Medikamente dienen dazu, das Blut zu verdünnen. Das Reduzieren des Gewichtes und das Tragen von Thrombosestrümpfen, wirken sich ebenso positiv auf die Verminderung einer Thrombose, während der Schwangerschaft aus.

Des Weiteren sollen sich Schwangere viel bewegen und auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten.

Bildnachweis: © Brigitte Bohnhorst – Fotolia.com


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