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Kaffee in der Schwangerschaft

Eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung ist in der Schwangerschaft sehr wichtig, damit die Gesundheit von Mutter und Kind gewährleistet ist. Beim Thema „Kaffee in der Schwangerschaft“ hingegen, gehen die Meinungen auseinander. Zum einen geht man davon aus, dass bis zu drei Tassen Kaffee am Tag in der Schwangerschaft keinerlei negative Auswirkungen zur Folge haben. Andererseits spricht sich eine aktuelle Studie gegen den Kaffeekonsum in der Schwangerschaft aus.

Kaffee in der Schwangerschaft ja oder nein?

Eine Vielzahl an Wissenschaftler hat sich mit dieser Frage schon auseinandergesetzt und es gibt viele unterschiedliche Forschungsergebnisse. Bisher haben sich die Wissenschaftler darauf geeinigt, dass drei Tassen Kaffee in der Schwangerschaft unbedenklich für das Baby sind. Dem entgegen stellt sich nun eine Studie aus England, die besagt, dass bereits kleine Mengen Koffein eine ungünstige Wirkung auf das Geburtsgewicht des Babys haben soll.

Die Studie aus England

Während der Studie begleiteten die Wissenschaftler 2635 schwangere Frauen vom ersten Drittel der Schwangerschaft bis zur Geburt des Kindes. Während der gesamten Zeit wurde der Koffeinkonsum, wozu neben Kaffee auch Tee, Cola und Kakao zählen, beobachtet. Um zu erfahren, wie schnell das eingenommene Koffein vom Körper der schwangeren Frau aufgenommen und wieder abgebaut wird, wurden außerdem regelmäßige Speichelproben genommen und das Speichelsekret untersucht.
Interessant wurde es, als die Kinder zur Welt kamen.

Die Wissenschaftler haben festgestellt, dass das Geburtsgewicht der Babys niedriger war, deren Mütter vermehrt Koffein zu sich genommen hatten. Im Gegensatz zu den anderen Babys zeigte sich bei diesen Kindern eine Differenz des Gewichts von 60 bis 70 Gramm. Für gesunde Babys hat die Verringerung des Gewichtes keine negativen Auswirkungen. Hingegen bei Babys mit ohnehin geringem Gewicht oder bei Frühgeburten stellt die Verringerung des Geburtsgewichts ein zusätzliches Risiko da. Die englischen Wissenschaftler empfehlen Frauen, die sich ein Babywünschen, schon vor der Schwangerschaft auf koffeinhaltige Getränke zu verzichten oder sie zumindest auf ein Minimum zu beschränken.

Nicht nur Kaffee ist Träger von Koffein

Außer Kaffee enthalten auch noch andere Genussmittel Koffein, was viele Menschen nicht wissen. Wer statt Kaffee, Tee in großen Mengen zu sich nimmt, muss sich über die Koffeinaufnahme ebenfalls Gedanken machen. Allerdings ist in Tee im Vergleich zu Kaffee nur die Hälfte an Koffein enthalten. Koffein findet sich ebenso in Cola und Energydrinks und was viele nicht wissen, zu einem großen Anteil in Bitterschokolade.

Außerdem ist zu beachten, dass koffeinhaltige Getränke nicht direkt nach dem Essen zu sich genommen werden, da Koffein die Aufnahme von Vitamin C, Kalzium sowie Eisen behindert.

Wer gerne Kaffee trinkt, darf auch in der Schwangerschaft ein Tässchen Kaffee zwischendurch genießen. Jedoch ist es empfehlenswert, auf einen größeren Konsum von koffeinhaltigen Getränken zu verzichten.

 

Bildnachweis: © Tomasz Pawlowski – Fotolia.com, © Scott Griessel – Fotolia.com


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