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sonstige VerhütungsmethodenDie Pille ist ein Hormonpräparat, welches in Tablettenform eingenommen wird. Die Vorteile der Pille sind, dass sie hohe Sicherheit vor einer ungewollten Schwangerschaft bietet und die Regelblutungen meist kürzer und schwächer sind. Die Pille muss regelmäßig eingenommen werden, sonst bietet sie keinen Schutz vor einer Schwangerschaft. Die Nachteile der Pille können hingegen Scheidenentzündungen, Blutungsstörungen, Brust-spannen, Libidoverlust, Kopfschmerzen, Gewichtszunahme oder Thrombosegefahr sein. Bei der Minipille handelt es sich ebenfalls um ein Hormonpräparat, welches regelmäßig in Tablettenform einge-nommen wird. Sie hat weniger Nebenwirkungen als die Pille und kann in der Stillzeit verwendet werden. Neben-wirkungen können aber auch hier Schmierblutungen und Zyklusstörungen sein. Die Pille danach ist verschreibungspflichtig und innerhalb von 48 Stunden nach einem ungeschützten Verkehr ein-zunehmen. Mögliche Nachteile können Übelkeit und Zyklusunregelmäßigkeiten sein. Das Kondom ist eine Verhütungsmethode für den Mann. Die Verwendung des Kondoms bedarf nur einer geringen Vorbereitungszeit, wird bei Bedarf angewendet und ist leicht verfügbar. Das Kondom ist nicht nur ein Verhütungs-mittel, sondern schützt auch vor sexuell übertragbaren Krankheiten wie AIDS, Syphilis etc. Nachteil ist eine even-tuelle Beeinträchtigung des Liebesspiels, da der Sex unterbrochen werden muss. Das Kondom bietet keine so hohe Sicherheit wie die Pille. Vor der Erstanwendung sollte der Umgang mit dem Kondom geübt werden. Der Vorteil des Kondoms für die Frau besteht darin, dass es ebenfalls vor AIDS schützt. Nachteile: das Kondom ist teuer und die Anwendung ist nicht ganz einfach. Die Spirale muss vom Arzt direkt in die Gebärmutter eingesetzt werden. Der Vorteil der Spirale besteht vor allem darin, dass sie nur alle 5 Jahre gewechselt werden muss. Zu den Nachteilen zählen, dass nach dem Einsetzen Schmierblutungen und Krämpfe auftreten können oder die Spirale bei der ersten Blutung unbemerkt wieder ausgestoßen werden kann, wenn sie nicht richtig in der Gebärmutter saß. Es kann zu stärkeren Monatsblutungen, Eileiterentzündungen, Eileiterschwangerschaften, Früh- oder Fehlgeburten kommen sowie zu Unfruchtbarkeit. Beim Verhütungsring (Vaginalring) handelt es sich um ein hormonelles Verhütungsmittel, welches direkt in die Scheide eingeführt wird. Der Verhütungsring wird einmal im Monat angewendet. Er verbleibt dann für drei Wochen in der Scheide, um vor der Monatsblutung wieder entfernt zu werden und verursacht weniger Nebenwirkungen als die Pille. Mögliche Probleme können dennoch Kopfschmerzen, Akne, Scheidenentzündung, Bauchschmerzen, Brustschmerzen, Übelkeit, Stimmungsschwankungen und schmerzhafte Regelblutungen sein. Mit einer Hormonspirale sind die Regelblutungen schwächer und weniger schmerzvoll. Nach dem Einsetzen der Hormonspirale kann es ähnlich wie bei der Spirale zu Schmierblutungen, Kopfschmerzen oder Spannungs-schmerzen in der Brust kommen, die aber meist wieder verschwinden. Beim Hormonimplantat handelt es sich um ein kleines Stäbchen, welches vom Frauenarzt unter die Haut des Oberarmes implantiert wird. Die Hormonabgabe des Implantates erfolgt dann über die kommenden drei Jahre. Es kann zu Kopfschmerzen, Akne, Brustspannen, Gewichtszunahme oder Blutungsstörungen kommen. Muss das Präparat vor Ablauf der drei Jahre entfernt werden rechnen sich die relativ hohen Ausgaben für das Implantat unter Umständen nicht. Mit einer Dreimonatsspritze muss man sich über einen Zeitraum von drei Monaten nach der Spritze keine Gedanken über die Verhütung machen, allerdings kann es aufgrund der hohen Hormondosierung zu Unver-träglichkeiten und zu Blutungsstörungen kommen. Nach Ablauf der drei Monate stellt sich die Fruchtbarkeit unter Umständen verzögert wieder ein. Das Diaphragma muss vom Arzt angepasst werden. Es wird maximal 2 Stunden vor dem Geschlechtsverkehr in den Muttermund eingesetzt und erst 8 Stunden nach dem Geschlechtsverkehr wieder entfernt. Die Anwendung geschieht nur bei Bedarf, allerdings ist die Handhabung zu üben. Die auf das Diaphragma aufzutragende Creme (Gel) kann zu Hautreizungen des Penis führen. Ein lea contraceptivum ist eine aus Silikon bestehende Verhütungskappe, die vor dem Sex in den Muttermund eingesetzt wird und bis zu 48 Stunden darin verbleiben kann. Zusätzlich werden Gels oder Cremes verwendet. Da es empfohlen wird, dieses Mittel nach ca. 9 Monaten auszutauschen, fallen auch hier relativ hohe Kosten an. Die Portiokappe besteht aus Latex und wird über den Muttermund gestülpt. Die Anpassung der Kappen erfolgt in Frauenarztpraxen oder Beratungsstellen. Zusätzlich werden Cremes oder Gels angewendet. Die Kappe sollte mind. 20 Minuten vor dem Sex eingeführt und erst 8 Stunden nach dem Geschlechtsverkehr wieder entfernt werden. Als chemische Verhütungsmittel werden Samen abtötende Cremes, Gele, Zäpfchen etc. bezeichnet, die vor dem Geschlechtsverkehr in die Scheide eingeführt werden und allein oder zusammen mit anderen Verfahren eine Empfängnis verhindern sollen. |
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