schwangerschaft

einleitung kinderwunsch schwangerschaft lebensweise krankheit fehlgeburt schwangerschaftsanzeichen schwangerschaftsverlauf schwangerschaftsbeschwerden schwangerschaftsvorsorge erkrankungen sport erstausstattung geburt mutterschaft impressum

Krankheit und Schwangerschaft

Nicht jede Frau mit Kinderwunsch hat das Glück gesund zu sein. Doch viele Vorerkrankungen sind heute kein Hinderungsgrund mehr für eine Schwangerschaft. Beraten Sie sich bei einer bestehenden Krankheit mit Ihrem behandelnden Arzt über die Risiken für Ihr eigenes Leben und für das Leben Ihres Wunschkindes und entscheiden Sie dann, ob Sie bereit sind eventuelle Risiken einzugehen.


Erbkrankheiten und Schwangerschaft

Ist Ihnen bekannt, dass es in Ihrer Familie eine Veranlagung zu Erbkrankheiten gibt, dann ist eine gute Beratung (genetische Beratung) vor der Schwangerschaft wichtig. Wenn Sie wissen wie die jeweilige Erbkrankheit vererbt wird, dann wissen Sie wie groß die Risiken für Ihren Nachwuchs sind an der Erbkrankheit zu erkranken. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit sich darauf testen zu lassen, inwieweit man Träger des Gendefektes ist.
In der Schwangerschaft besteht die Möglichkeit von Screenings und diagnostischer Tests. Mit Hilfe dieser Tests kann festgestellt werden, ob Ihr Embryo an einem Gendefekt leidet. Doch Tests bieten keine 100% Sicherheit. Die Entscheidung für oder gegen Ihr Kind liegt ausschließlich bei Ihnen.
Eine weitere Möglichkeit für Paare mit Kinderwunsch ist eine künstliche Befruchtung mit Gentest. Der Embryo wird bei diesem Verfahren vor dem Einsetzen in die Gebärmutter getestet. Embryonen mit dem Gendefekt können so "aussortiert" werden - diese Option steht allerdings Paaren in Deutschland nicht zur Verfügung.


Herzerkrankung und Schwangerschaft

Eine Schwangerschaft bei einer Herzerkrankungen bedeutet je nach Krankheitsbild ein erhebliches Risiko für die Schwangere und den Embryo. Daher sollten Sie bei einer Herzerkrankung unbedingt vor einer Schwangerschaft Rücksprache mit Ihrem behandelnden Arzt halten. Sollte trotz Herzerkrankung einer Schwangerschaft nichts entgegenstehen, kann aber eine Umstellung der Medikamente notwendig sein (auf die sich Ihr Körper dann ein-stellen muss). Zu bedenken ist vor einer Entscheidung für eine Schwangerschaft, dass einige der Herz-erkrankungen vererbbar sind. Während der gesamten Schwangerschaft, der Geburt, dem Wochenbett und den ersten Wochen mit Ihrem Baby ist eine engmaschige Betreuung durch Ihren Arzt von essentieller Bedeutung.


Diabetes und Schwangerschaft

Sie leiden unter Diabetes und möchten ein Kind? Inwieweit Ihre Krankheit einen Einfluss auf die Entwicklung Ihres Babys hat hängt von Ihnen ab. Wenn der Blutzuckerspiegel vor und während der Schwangerschaft richtig eingestellt ist, werden Sie trotz Diabetes ein gesundes Kind zur Welt bringen. Ist der Blutzuckerspiegel in der Schwangerschaft falsch eingestellt, dann kann dies zu Fehlbildungen führen oder Ihr Kind kann später an Dia-betes oder Fettleibigkeit (Adipositas) erkranken. Aber auch für Sie birgt eine Schwangerschaft Risiken, wenn die Diabetes vor und während der Schwangerschaft nicht ausreichend behandelt wird.


Rheuma und Schwangerschaft

Je nach Art der rheumatischen Erkrankung ist von einer Schwangerschaft abzuraten. Da rheumatischen Er-krankungen vererbt werden können, sollten Sie die Entscheidung für eine Schwangerschaft wohl überlegt treffen. Beraten Sie sich bei einem bestehenden Kinderwunsch mit Ihrem Arzt und klären Sie bereits vor der Zeugung die medikamentöse Behandlung während der Schwangerschaft ab. Eine ärztliche Begleitung durch die Schwanger-schaft und das Wochenbett ist wichtig.


Brustkrebs und Schwangerschaft

Nach einer erfolgreichen Brustkrebsbehandlung wird Frauen empfohlen 2 Jahre bis zur Schwangerschaft zu warten. Nach einer erfolgreichen Behandlung hat die Vorerkrankung aller Wahrscheinlichkeit nach keinen Einfluss auf das heranwachsende Kind.


Sucht und Schwangerschaft

Sie leiden unter einer Suchterkrankung und wünschen sich ein Kind? Dann wenden Sie sich an einen Arzt Ihres Vertrauens und besprechen Sie mit diesem die beste Behandlungsstrategie für Ihre Suchterkrankung. Jede Form von Suchterkrankung birgt das Risiko einer Schädigung Ihres Kind. Das größte Geschenk für Ihr Kind ist daher eine erfolgreiche Suchtbehandlung vor der Zeugung. Damit ermöglichen Sie Ihrem Kind einen gesunden Start ins Leben. Hinzu kommt, dass manche Suchtmittel einen negativen Einfluss auf die Fruchtbarkeit haben und so die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft reduzieren. Bekämpfen Sie Ihre Sucht mit dem Wissen, dass am Ende des Kampfes hoffentlich ein gesundes Kind der Lohn der Mühe ist.


psychische Erkrankungen und Schwangerschaft

Psychische Erkrankungen sind an sich kein Hinderungsgrund für eine Schwangerschaft. Jedoch kann es durch die Hormonumstellung zu einem Krankheitsschub kommen. Daher sollten Sie vor einer Schwangerschaft Rücksprache mit Ihrem Arzt halten. Auch kann eine Änderung bei den Medikamenten notwendig werden. Wichtiger aber ist es, ein soziales Netzwerk aufzubauen, dass nach der Geburt Ihres Kindes bei der Betreuung des Babys und des heranwachsenden Kindes hilft und je nach Erkrankung auch zeitweise Ihr Kind versorgt, wenn es bei Ihnen zu einem Krankheitsschub kommt.


Essstörungen und Schwangerschaft

Sie leiden unter einer Essstörung? Essstörungen können die Fruchtbarkeit einer Frau beeinträchtigen. Suchen Sie bei einem Kinderwunsch einen Spezialisten auf, der Sie berät und Ihnen Hilfestellungen bei der Überwindung Ihrer Essstörung geben kann. Die Überwindung einer Essstörung ist langwierig, erfordert Durchhaltevermögen, Einsatz und den Willen die Essstörung in den Griff zu bekommen. Bedenken Sie bei einem Kinderwunsch, dass eine Annorexie im Falle einer Schwangerschaft für Sie und den Embryo eine Gefahr darstellt, da Ihr Körper nicht über ausreichende Vitamin- und Mineralreserven verfügt. Ihr Baby würde nicht ausreichend versorgt werden. Bei Übergewicht und Fettleibigkeit gilt, dass Ihr Kind mit einer höheren Wahrscheinlichkeit früh an Diabetes erkranken oder selbst übergewichtig werden kann. Sollten Sie eine Diät planen, dann nur vor einer Schwangerschaft. Nach der Diät sollten Sie Ihrem Körper eine Ruhepause gönnen. Eine Diät in der Schwangerschaft ist unter allen Umständen zu vermeiden, da hier die Gefahr besteht, dass das heranwachsende Kind nicht ausreichend mit allen lebensnotwendigen Vitaminen und Mineralstoffen versorgt wird.


HIV und Schwangerschaft

Sie sind HIV-Positiv und möchten nicht auf ein Kind verzichten? Es gibt einige Kliniken in Deutschland, die sich dieser Thematik angenommen haben. Um das Risiko einer Ansteckung zu minimieren, wird ein Kaiserschnitt und - in der westlichen Welt - das Stillen mit der Flasche empfohlen. Hinzu kommt, dass die Medikamente auf die Schwangerschaft abgestimmt werden müssen. Um das Risiko einer HIV-Übertragung auf das Kind zu vermeiden, sollten Sie sich vor einer geplanten Schwangerschaft in ärztliche Behandlung begeben und die Risiken einer Schwangerschaft mit Ihrem Arzt besprechen.


Allergien und Schwangerschaft

Eine Schwangerschaft bei einer Allergie ist im Allgemeinen kein Problem. Jedoch sollten Sie Ihre Medikamente von einem Arzt überprüfen lassen, inwieweit diese auch in einer Schwangerschaft genommen werden können. Sie sollten bedenken, dass Ihr Kind ein erhöhtes Risiko hat später selbst an einer Allergie zu erkranken. Lassen Sie sich von einem Arzt hinsichtlich der Ernährung Ihres Babys beraten. Teilweise wird Allergikern empfohlen, Ihren Babys im ersten Lebensjahr keine allergieauslösenden Lebensmittel zu füttern.



Tipp:
Kinderwagen
Erstmals haben sich Forscher mit der Frage beschäftigt, wie sich Babys in modernen Kinderwagen fühlen.
hier mehr zu diesem Thema=>