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Kinderlosigkeit

Es gibt viele Gründe für eine kinderlose Partnerschaft. Oft liegen Fruchtbarkeitsprobleme bei einem der beiden Partner vor. Aber auch psychische Probleme können zu Kinderlosigkeit führen. Stress an der Arbeit, Arbeits-losigkeit, finanzielle Probleme, Stress in der Familie oder Beziehungsprobleme können mögliche Ursachen für eine Kinderlosigkeit sein. Sollte es mit dem Kinderwunsch nicht auf Anhieb klappen, dann nehmen Sie eine Auszeit um mögliche Stressfaktoren abzubauen. Sollte auch dies nicht helfen, dann sollten Sie/Ihr Partner einen Frauenarzt/Urologen aufsuchen und organische Ursachen für die Kinderlosigkeit abklären lassen.


Kinderlosigkeit das Tabuthema

Noch immer wird Kinderlosigkeit wie ein Tabuthema behandelt. Man redet einfach nicht darüber. Doch Kinder-losigkeit trifft mehr Paare als man annimmt. Kinderlosigkeit ist in vielen Fällen nur eine vorübergehende Diag-nose, denn oft können die Ursachen behandelt werden. Auch wenn es anfangs schwer fällt gehen Sie offen mit diesem Thema um. Vor Sticheleien und Fragen ist man weder sicher wenn man es verheimlicht noch wenn man offen damit umgeht. Letzteres ermöglicht es jedoch die Seitenhiebe durch gekonnte Antworten zu kontern und so den Stichelnden in die Schranken zu weisen. Wer offen mit dem Thema umgeht, findet oft im Bekanntenkreis ein Paar, das ähnliche Probleme hat. Dies ermöglicht einen Austausch mit anderen betroffenen Paaren.


Ursachen einer Kinderlosigkeit

Die Ursache einer Kinderlosigkeit bei der Frau kann eine mögliche Unfruchtbarkeit sein. Die Gründe für eine Unfruchtbarkeit sind: hormonelle Störungen, Verschluss des Eileiters, Myom (Muskelgeschwulst der Gebärmutter), Chlamydien-Infektion, Entzündungen, Endometriose oder Missbildungen der Gebärmutter.
Beim Mann kann die Ursache der Kinderlosigkeit in einer Zeugungsunfähigkeit liegen. Die Zeugungsunfähigkeit liegt vor bei: hormonellen Störungen (der Hodenfunktion, Hirnanhangdrüse etc.), einem Verschluss der Samenwege, Krampfadern im Hoden oder Hodenentzündungen.
Weitere Ursachen einer Kinderlosigkeit können eine Unverträglichkeit der Samen und der Gebärmutterhals-schleimhaut sein. In sehr seltenen Fällen liegt auch eine Fehlbilder der Geschlechtsorgane beim Mann oder der Frau vor. Ebenso haben Umweltgifte, Chemikalien, Alkohol, Nikotin oder auch eine Chemotherapie bei einer Krebsdiagnose einen Einfluss auf die Fruchtbarkeit beider Geschlechter.
Abgeklärt werden kann dies durch: gynäkologische Untersuchung, Ultraschalluntersuchung, (hilfreich kann weiterhin ein Zyklusprotokoll sein, die Nutzung natürlicher Verhütungsmethoden zur Bestimmung des Eisprungs) Beurteilung der Spermien im Gebärmutterhalsschleim, die Erstellung eines Spermiogramms, die Zyklusüber-wachung mittels Ultraschall und eine Hormonanalyse.


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Therapie bei Kinderlosigkeit

Die Therapie einer Kinderlosigkeit hängt natürlich immer von der jeweiligen Diagnose ab. Für einige der Fruchtbarkeitsstörungen gibt es Therapien, die den Weg zum Wunschkind ebenen. Bei anderen Störungen bleibt - bei einem weiterhin bestehenden Kinderwunsch - nur die Möglichkeit einer künstlichen Befruchtung.
Bei Hormonstörungen der Frau kann das Zusammenspiel von Eisprung und Vorbereitung der Gebärmutter auf die Einnisten des befruchteten Eies gestört sein, was eine Schwangerschaft nahezu unmöglich macht. In diesen Fällen kann bereits eine Hormontherapie helfen die Fruchtbarkeitsstörung zu beseitigen.
Die verschlossenen Eileiter einer Frau (was sich aber nur operativ - Bauchspiegelung - feststellen lässt) können heute teilweise operativ wieder durchgängig gemacht werden. Wenn nicht gibt es die Möglichkeit einer künst-lichen Befruchtung.
Ein Myom an der Gebärmutter kann einer Schwangerschaft im Wege stehen. Inwieweit ein Myom Grund für eine Kinderlosigkeit ist, hängt von der Lage und der Größe des Myoms ab. Myome können bei ungünstiger Lage das Einnistes des befruchteten Eies erschweren oder verhindern. In diesem Fall sollte mit mehreren Ärzten Rücksprache gehalten werden, inwieweit das Entfernen des Myoms den Kinderwunsch erfüllen kann. Denn bei einem operativen Eingriff zum Entfernen des Myoms entstehen Narben, die ein neues Risiko beinhalten.
Eine Endometriose wird meist erst bei Untersuchungen zu den Ursachen einer Kinderlosigkeit festgestellt, obwohl die Endometriose oft jahrelang Schmerzen und Problemen verursachte. Inwieweit ein operativer Eingriff erfolg-reich verläuft und der Kinderwunsch in Erfüllung geht, hängt von der Ausbreitung der Endometriose ab.
Bei einem Verschluss der Samenleiter des Mannes gibt es die Möglichkeit die Samenwege operativ wieder durch-lässig zu machen. Bei allen Fällen in denen dies nicht möglich ist, kann eine künstliche Befruchtung den Kinderwunsch erfüllen helfen.
Liegt der Grund für die Kinderlosigkeit in Krampfadern an den Hoden des Mannes kann auch hier ein operativer Eingriff (oder Verödung der Vene) den Weg zum Kinderwunsch bereiten.
Bei manchen Erkrankungen, deren Folge die Kinderlosigkeit ist, können gängige Therapien allerdings den Kinderwunsch nicht erfüllen helfen. Sollte dies bei Ihnen der Fall sein, dann könnte die künstliche Befruchtung eine weitere Therapiemöglichkeit bilden. Die künstliche Befruchtung ist meist die letzte Alternative und sollte sehr sorgfältig überdacht werden.




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